(openPR) Bad Endorf, 05.12.2007 - Einmalige Schockereignisse wie beispielsweise Verkehrsunfälle, Überfälle oder Vergewaltigungen können ebenso zu psychischer Traumatisierung führen wie Vernachlässigung, Demütigung, körperliche oder sexuelle Übergriffe während der Kindheit. Dr. Franz Pfitzer, Chefarzt der psychosomatischen Abteilung der Klinik St. Irmingard, und Dr. Peter Heinz, leitender Oberarzt, kooperieren zur Verbesserung der längerfristigen Behandlung solcher Traumpatienten zunehmend mit regionalen Partnern.
Eine Variante der Zusammenarbeit sind sogenannte Intervisionsgruppen, in denen mit niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten der intensive patientenbezogene Austausch gepflegt wird. Eine andere Form der Kooperation ist die regelmäßige Teilnahme am Runden Tisch für Häusliche Gewalt der Stadt und des Landkreises Rosenheim, zu dem sich beispielsweise Mitarbeiter des Frauen- und Mädchen-Notrufs, des Frauenhauses, des Jugendamtes, der Ehe- und Familienberatungsstelle, der Opferhilfsorganisation „Weißer Ring“ sowie Vertreter von Polizei und Justiz mehrmals jährlich zusammentreffen. Durch die Verbesserung der Zusammenarbeit über die Grenzen der jeweiligen Einrichtungen hinweg werden die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Behandlung gestärkt sowie Kosten gespart. Psychische Traumatisierung äußert sich häufig im plötzlichen Wiedererleben der früheren Belastungssituation, sogenannten Flash-Backs. Da der Organismus der Betroffenen andauerndem Stress ausgesetzt ist, reagiert er oft auch mit Depressionen, Ängsten, Rückzug, Schlaf- und Ess-Störungen sowie körperlichen Symptomen. Neuere
Forschungsergebnisse belegen, dass diese Menschen in der Therapie zunächst Symptom- und Selbstwertstabilisierung erfahren müssen, um Kontrolle über die plötzlichen Ohnmachtsgefühle zu erlangen. In der fortgeschrittenen Behandlungsphase können dann spezielle Therapieverfahren wie das sogenannte EMDR, Eye Movement Desensitization and Reprocessing, eingesetzt werden. Da durch einen einmaligen Klinikaufenthalt keine vollständige Heilung erreicht werden kann, wurde in der Klinik St. Irmingard die Kooperation über die Grenzen der eigenen Einrichtung hinweg zügig vorangetrieben. Zu diesem Zweck wurde mittlerweile auch ein Fortbildungsangebot mit namhaften Referenten zur Traumatherapie etabliert. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter: www.klinik-st-irmingard.de.
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