(openPR) Khulna/München - Der Wirbelsturm fegte Lehmhütten hinweg, machte ganze Dörfer dem Erdboden gleich und riss tausende Menschen in den Tod: Erst allmählich wird in Bangladesch das ganze Ausmaß der Verwüstung deutlich, die der Zyklon "Sidr" angerichtet hat. Die SOS-Kinderdörfer bereiten ein Nothilfe-Programm vor. SOS-Kinder und -Mitarbeiter kamen nicht zu Schaden.
Mit über 240 Stundenkilometern suchte der Wirbelsturm in der Nacht auf Freitag die Menschen in Bangladesch heim. Fünf Meter hohe Wellen trafen die Küste und überschwemmten die Küstenregion. Bislang wurden nach offiziellen Angaben über 3.000 Tote registriert. Beobachter fürchten jedoch, dass sich die Zahl der Todesopfer auf 10.000 erhöhen werde. Etwa drei Millionen Menschen wurden evakuiert oder sind obdachlos. Knapp eine Million Familien sind betroffen. Sie brauchen dringend Hilfe: In den Überschwemmungsgebieten drohen Hunger und Seuchen. Außerdem hat die Katastrophe die Lebensgrundlage unzähliger Menschen zerstört: Ernten wurden vernichtet, Fischerboote sind gesunken und hunderttausende Nutztiere verendet.
"Jetzt, da die Flut sich zurückgezogen hat, werden immer mehr Tote und Tierkadaver aus dem Schlamm geborgen", sagt Georg Willeit, Geschäftsführer der SOS-Kinderdörfer weltweit. "Die Seuchengefahr wird immer größer und es fehlt an Lebensmitteln. Unzählige Familien stehen buchstäblich vor dem Nichts: Sie finden nicht einmal mehr die Trümmer ihrer Hütten, die der Sturm wie Kartenhäuser weggerissen hat. Vor allem die Kinder brauchen jetzt unsere Hilfe."
Die Vorbereitungen für die SOS-Nothilfe laufen derzeit auf Hochtouren. SOS-Mitarbeiter werden in Chitalmari Hilfsgüter an betroffene Familien verteilen. Die Hilfsaktion wird vom SOS-Sozialzentrum Khulna ausgehen.
In der Katastrophenregion befinden sich auch das SOS-Kinderdorf Khulna und das SOS-Ausbildungszentrum für Landwirtschaft in Bagerhat. SOS-Kinder und -Mitarbeiter blieben unversehrt. Bei den SOS-Einrichtungen entstanden nur Sachschäden. So hat der Sturm Dächer beschädigt und über 100 Obstbäume entwurzelt.
Die SOS-Kinderdörfer sind in Bangladesch, einem der ärmsten und bevölkerungsreichsten Länder der Welt, seit 1972 aktiv. Es gibt dort fünf SOS-Kinderdörfer, sechs SOS-Jugendeinrichtungen, vier SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, vier SOS-Berufsbildungszentren und vier SOS-Sozialzentren.
Für die Schaltung des Spendenkontos sind wir dankbar:
SOS-Kinderdörfer weltweit
111 1 111 (siebenmal die Eins)
BLZ 700 700 10
Deutsche Bank München
Stichwort: Bangladesch
München, den 20.11.2007
SOS-Kinderdörfer weltweit
Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.
Ingrid Famula
Kommunikation
Tel.: 089/179 14-264, Fax: 089/179 14-260
E-Mail:
Homepage: http://www.sos-kinderdoerfer.de
SOS-Kinderdörfer weltweit
1949 gründete Hermann Gmeiner das erste SOS-Kinderdorf der Welt in Imst in Tirol. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine weltweite Organisation entstanden, die sich hauptsächlich über private Spenden finanziert. In derzeit 482 SOS-Kinderdörfern in 132 Ländern finden die Kinder ein neues, sicheres Zuhause. Neben den SOS-Kinderdörfern gibt es zudem über 1.400 SOS-Zusatzeinrichtungen, wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen und Nothilfeprojekte, die auch der armen Nachbarschaft der SOS-Kinderdörfer offen stehen.






