Der furchtbare Geruch des Todes
(openPR) Ein Jahr nach dem Erdbeben herrscht noch immer Chaos in Haiti / Reportage zum Jahrestag am 12. Januar
München/Port-au-Prince - Auch fast ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti hat sich die Lage nicht entspannt. Trotz des intensiven Einsatzes der internationalen Hilfskräfte starben bislang rund 2500 Menschen nach offiziellen Angaben an der Cholera. Beim Erdbeben kamen über 200000 Haitianer um. Die genaue Zahl kennt keiner. Noch immer liegen die Trümmer der zerstörten Gebäude überall herum – kein Gedanke an Wiederaufbau.
Auch die Helfer vor Ort haben es nicht einfach. Neben den gewalttätigen Demonstrationen gegen UN-Hilfstruppen sowie Wahlfälschungen macht ihnen der völlig desolate Staat die Arbeit schwer. Hilfsgüter, die am Hafen bereitliegen, werden von den Verantwortlichen nicht herausgegeben – oder nur zu unglaublich überhöhten Gebühren.
Die SOS-Kinderdörfer versorgen derzeit Zehntausende von Haitianern. Noch bis ins Frühjahr soll die Nothilfe weiterlaufen und dann durch langfristige Aufbauprojekte ersetzt werden. Geplant ist die Basisversorgung von 40000 Kindern über mehrere Jahre durch den Ausbau der Familienhilfe, neue Gemeindezentren und Schulen. Bildung ist in dem Land Mangelware. Fast 48 Prozent der Haitianer über 15 Jahre sind Analphabeten. Drei Schulen wollen die SOS-Kinderdörfer allein in den nächsten drei Jahren bauen. Weitere sollen folgen…
Die Reportage „Der furchtbare Geruch des Todes“ über die Lage in Haiti (inklusive Bilder) sowie zwei Human-Touch-Stories zum Jahrestag des Erdbebens am 12. Januar stehen bereit zum Download unter: http://www.sos-kinderdoerfer.de/presse/themendossiers
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München, 16.12.2010
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Über das Unternehmen
Die SOS-Kinderdörfer sind ein unabhängiges, nichtstaatliches und überkonfessionelles Hilfswerk für Kinder, das weltweit aktiv ist. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, notleidenden Kindern zu einem besseren Leben zu verhelfen.
1949 baute Hermann Gmeiner das erste SOS-Kinderdorf im österreichischen Imst. Er verwirklichte eine ebenso einfache wie bahnbrechende Idee: Jedes Kind braucht eine Mutter und wächst am natürlichsten mit Geschwistern in einem eigenen Haus innerhalb einer Dorf-Gemeinschaft auf. Dieser familienpädagogische Ansatz machte die SOS-Kinderdörfer zu Pionieren der Kinderbetreuung und fand in den folgenden Jahrzehnten überall auf der Welt Anerkennung.
Als 1963 in Korea das erste SOS-Kinderdorf außerhalb Europas entstand, gründete Hermann Gmeiner in Deutschland einen Verein zur Förderung von SOS-Kinderdörfern in aller Welt: die SOS-Kinderdörfer weltweit - Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V. Der Verein hat sich zum finanziellen Rückgrat des internationalen Kinder-Hilfswerks entwickelt.
Dank der Unterstützung unserer vielen Freunde und Paten konnten wir in allen Erdteilen neue SOS-Kinderdörfer bauen und so Kindern in Not ein Zuhause geben. Heute gibt es weltweit 508 SOS-Kinderdörfer - weitere 23 Dörfer sind derzeit im Bau. Als Kinder-Hilfswerk tragen wir in armen Ländern auch zur Entwicklung von Gemeinden bei: durch Bildungsarbeit und Selbsthilfe-Projekte für Familien. Heute kommt unsere weltweite Arbeit rund 1,1 Millionen Mädchen und Jungen zugute.
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