(openPR) "Zusammengedrängt, gejagt, in die Enge getrieben", kennzeichnet Maximilian Streichel seine Zwangserkrankung. "Ich zog mich zurück in die dunklen Gänge meiner Seele und diente dem Zwang." Doch mühsam konnte sich der Patient befreien. Teil seiner Rehabilitation ist seine Autobiografie "Ich bin schuld, und das ist auch gut so" - ein authentisches Lehrstück.
Vergangenheit: "Das Abschließen der Wohnungstür dauerte immer tausend Jahre. Nie war ich mir sicher, nie reichten meine Kontrollrituale aus." Streichel begann, über alte und neue Ängste, Ärgernisse, Träume zu schreiben: Er verarbeitete Verlustängste aus dem Elternhaus und der Partnerschaft; damit verlor das Türschloss an Bedeutung.
"Als ich fast symptomfrei war, konnte ich manchmal spüren, wie sich neue Zwangsstörungen bilden wollten. Ich war manchmal kurz davor, irgendwelche Gegenstände oder Situationen neu mit Zwangsstörungen zu belegen." Die Auseinandersetzung mit der Zwangsstörung bleibt eine lebenslange Herausforderung.
Streichel versichert sich selbst und seinen LeserInnen: "Den Zwangsstörungen liegen meistens ungelöste Konflikte zugrunde. Diese Konflikte ging ich an und löste sie zu meiner Zufriedenheit."
Maximilian Streichel:
Ich bin schuld, und das ist auch gut so
Zwangsstörungen heilen
Pabst 2007, 200 Seiten, ISBN 978-3-89967-410-1






