(openPR) Mehr Lebensqualität durch High-tech
„Miteinander der Generationen“ – unter diesem Motto stand der achte Besuch von Bundespräsident Horst Köhler am 7. November in Rheinland-Pfalz. In Kaiserslautern machte sich das Staatsoberhaupt ein Bild von der High-Tech-Kompetenz der Westpfalz und besichtigte das Labor für Lebensassistenzsysteme am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE. Sichtlich angetan von den neuen Möglichkeiten innovativer Informationstechnik für mehr Lebensqualität im Alter kam Köhler mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts ins Gespräch.
Das Labor für Lebensassistenzsysteme ist zwar erst seit dem Jahr 2006 offiziell in Betrieb, hat sich aber in dieser kurzen Zeit rasant entwickelt. Die Ingenieure des Fraunhofer IESE erarbeiten und testen dort neuartige Technologien für „intelligente“ Wohnumgebungen, die älteren oder hilfsbedürftigen Menschen optimale Unterstützung im Alltag bieten werden. Bundespräsident Köhler erlebte bei einer Vorführung ein realitätsnahes Szenario und zeigte sich aufgeschlossen gegenüber den Systemen, die bei Bedarf unaufdringlich helfen und so auch im Alter ein selbständiges Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen.
Besonders beeindruckt zeigte sich der Bundespräsident von der Tatsache, dass der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt informationstechnischer Spitzenforschung steht. Professor Dieter Rombach, Leiter des Fraunhofer IESE, ging noch einen Schritt weiter und bezeichnete diese Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnologie als „Humanwissenschaft, die sich klar und direkt in den Dienst der Menschen stellt, die der Hilfe und Unterstützung bedürfen.“ Dabei seien „technische Einrichtungen keineswegs als Ersatz konventioneller Betreuungsangebote gedacht, sondern ergänzten diese mit zusätzlichen Möglichkeiten“, so der Institutsleiter.
Das Fraunhofer IESE kooperiert auf dem Gebiet der IT-gestützten Lebensassistenz eng mit Fachleuten aus Medizin und Pflege, u.a. mit dem Westpfalz-Klinikum und der Integrierten Rettungsleitstelle Kaiserslautern. Weiterhin ist das Institut im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Ambient Intelligence zusammen mit der Technischen Universität Kaiserslautern in ein internationales Forschungskonsortium eingebunden, wodurch sich optimale Synergieeffekt für die weiteren Arbeiten ergeben.
Besonderes Augenmerk der Experten des Fraunhofer IESE gilt derzeit der Individualisierbarkeit von Lebensassisenzsystemen, die sich zukünftig noch besser auf unterschiedliche Anwenderinnen und Anwender einstellen sollen. Intensive Zusammenarbeit mit Patienten und Senioren in jedem Entwicklungsschritt stellt die höchst mögliche Praxisrelevanz der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sicher.
Eine seitens der Bundesregierung erarbeitete Studie lässt den Schluss zu, dass sich die Folgen der demographischen Entwicklung in Deutschland früher auswirken könnten als in anderen westlichen Ländern. Die besondere Bedeutung der Entwicklung funktionaler und empirisch gesicherter Systeme zur Betreuung und Unterstützung älterer bzw. hilfsbedürftiger Menschen wurde nicht zuletzt durch den Besuch von Bundespräsident Köhler am Fraunhofer IESE nochmals unterstrichen.
Dr. rer. nat. Frank Seelisch
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