(openPR) Bei der 1. Mitteldeutschen Berufsorientierungskonferenz in Leipzig beschließen die Teilnehmer eine gemeinsame Charta: Ziel soll es sein, die berufliche Orientierung in Mitteldeutschland zu einem langfristigen Standortvorteil zu machen – denn in einigen Jahren wird der Nachwuchs ein Kriterium für neue Ansiedelungen sein. Professionellere Zusammenarbeit erfordert dabei auch neue Konzepte und mehr Austausch zwischen den Parteien, darin waren sich die Teilnehmer der drei Bundesländer einig.
"Die nachwachsende Generation ist unser Kapital von morgen. Wenn wir etwas tun für die Jugendlichen, dann tun wir etwas für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft." So heißt es im Vorwort der Charta, die die über 200 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Bildung bei der Mitteldeutschen Berufsorientierungskonferenz heute verabschiedet haben. In intensiven Gesprächen auf der Konferenzetage des Mitteldeutschen Rundfunks erarbeiteten die Teilnehmer der drei Bundesländer ihre Arbeitsaufgaben für die kommenden Jahre.
In dem Grundsatzpapier wurden die wichtigsten Eckpunkte festgehalten, darunter die Notwendigkeit von Elternarbeit, der Austausch bewährter Projekte zwischen den Ländern sowie die Koordination und Sichtung der Angebote, die durch eine neutrale Stelle erfolgen sollte. In den Schulen muss ein individuelles Konzept entstehen und auch von Zeit zu Zeit überprüft werden. Die Unternehmen hingehen sollen die geforderten Schlüsselqualifikationen deutlicher machen und beim Erwerb frühzeitig behilflich sein. Durch die gemeinsame Verbesserung der beruflichen Orientierung soll Mitteldeutschland eine Vorreiterrolle im Bereich der Fachkräfteausbildung einnehmen.
Die Notwendigkeit zu Handeln betonten auch die Eröffnungsredner Christof Voigt, Referatsleiter Berufliche Aus- und Weiterbildung, des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit, sowie Gerd Schönfeld, Projektleiter im Referat Mittelschulen des Kultusministerium. Schönfeld machte gleich zu Beginn deutlich, dass in der Steigerung des Niveaus der entscheidende Vorteil liegen könnte: "Nach den einschlägigen Prognosen werden wir in den neuen Ländern bis zum Jahr 2025 zwar keinen quantitativen Mangel an Arbeitskräften, sehr wohl aber einen qualitativen Mangel an Fachkräften haben. Deshalb sind die Anstrengungen, das Qualifikationsniveau unserer Schüler anzuheben, so wichtig."
Die Charta soll allen Beteiligten als Leitfaden für die kommenden Jahre dienen. B.O.S.S. Mitteldeutschland als Netzwerkmanagement wird den Prozess der gemeinsamen Arbeit koordinieren und unterstützen – der erste Schritt wurde heute in Leipzig gemacht.









