(openPR) Mehr als 20 Millionen zwischen 16 und 74 Jahren tun es bereits, und täglich werden es mehr: Egal, ob es um das Girokonto oder das Wertpapierdepot geht – etwa jeder Dritte in Deutschland wickelt Bankgeschäfte online ab, Tendenz weiter steigend. Das hat viele Vorteile. Die Bankgebühren sind in der Regel deutlich niedriger. Die Bank ist 24 Stunden am Tag geöffnet. Und der Kunde kann sich zu Hause, im Büro oder unterwegs mit ein paar Klicks blitzschnell einen Gesamtüberblick über seine finanzielle Situation verschaffen. Bankgeschäfte im Internet bringen aber auch Gefahren mit sich: Ebenfalls 24 Stunden am Tag sind Kriminelle auf der Jagd nach geheimen Daten unvorsichtiger Online-Bankkunden. Wer den Betrügern nicht zum Opfer fallen will, sollte deshalb für seine eigene Sicherheit vorsorgen – Die Redaktion von 50ziger.de hat gemeinsam mit den Experten der ING-DiBa zehn Tipps für sicheres Online-Banking für Sie zusammen gestellt.
1. Geheime Kenndaten nicht offen aufbewahren: Auch im Internet ist Vertraulichkeit oberstes Gebot. Das gilt vor allem für die Kennwörter, ohne die Online-Banking in der Regel nicht funktioniert. Die persönliche Identifikationsnummer (PIN), mit der der Zugang zu den eigenen Daten möglich ist, sollten Bankkunden deshalb am besten auswendig lernen und die entsprechende Benachrichtigung der Bank anschließend vernichten. Mit der von der Bank zugesandten Liste der indizierten Transaktionsnummern (iTAN), deren Angabe für jeden einzelnen Auftrag nötig ist, geht dies nicht. Der Nutzer sollte die iTAN-Liste deshalb so aufbewahren, dass Diebe möglichst nicht in deren Besitz kommen können. Auf gar keinen Fall sollten Bankkunden PIN und iTANs an einem Platz, etwa im Geldbeutel, aufbewahren. Wer so sorglos mit seinen geheimen Daten umgeht, muss meist für einen möglicherweise eintretenden Schaden selbst haften.
2. Sensible Zugangsdaten nicht speichern: Was für die Schublade des heimischen Schreibtisches richtig ist, gilt auch für den Computer. Passwörter,iTANs oder Kreditkartennummern haben auf der Festplatte des PC nichts zu suchen. Im Büro könnten Dritte die Daten einsehen, und im eigenen Heim können spezielle Programme von Betrügern unbemerkt auf den Rechner gelangt sein, die Zugangsdaten ausspähen und per E-Mail versenden.
3. Unbekannten Computern misstrauen: Erst recht kann es gefährlich sein, Bankgeschäfte über fremde Computer abzuwickeln. In einem Internet-Café könnten zum Beispiel die Tastaturen manipuliert sein – deshalb auf solche riskante Manöver lieber verzichten.
4. Ein sicheres Passwort wählen: Wer seinen PC und das Online-Banking startet, muss sich in der Regel mit einem Passwort ausweisen. Auch dieses Geheimnis sollten Bankkunden mit niemandem teilen und nicht aufschreiben. Außerdem sollte das Passwort nur schwer zu erraten sein. Deshalb gilt es, Eigennamen wie etwa der Kinder, allgemein bekannte Begriffe, Wiederholungen einzelner Zeichen („BBBBBB“) oder Tastaturfolgen („sdfg“) zu vermeiden. Ein gutes Passwort hat sechs bis acht Zeichen, besteht aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Ziffern und Sonderzeichen.
5. Aktuelle Programmversionen nutzen: Computerexperten empfehlen, stets die aktuelle Version der Internet-Software zu verwenden, die den Zugang zum Netz ermöglicht. Diese kann zumindest gewährleisten, dass die bis dahin bekannt gewordenen Sicherheitslücken in diesen Programmen geschlossen sind. Die meisten Hersteller informieren regelmäßig über die neuesten Entwicklungen mit automatischen Update- und Warndiensten.
6. Programme nur aus vertrauenswürdiger Quelle verwenden: Was für alle Internet-Nutzer gilt, ist für Bankkunden erst recht sinnvoll: Verbraucher sollten nur solche Programme aus dem Internet auf die Festplatte laden, deren Quelle hundertprozentig seriös ist. Der Hintergrund: Programme können Viren oder trojanische Pferde übertragen, die persönliche Daten ausspähen. Dies kann auch durch das Öffnen eines Anhangs in einer E-Mail geschehen. Anhänge von unbekannten Absendern und unbekannten Inhalts sollten Bankkunden deshalb generell nicht öffnen, und verdächtige E-Mails sollten sie gleich löschen.
7. Passwortfischern nicht auf den Leim gehen: Das sogenannte Phishing hat sich zu einer Plage in der virtuellen Welt entwickelt. Kriminelle verschicken massenweise E-Mails, die wie jene von Banken aussehen. Die E-Mails sollen Kunden dazu verleiten, vertrauliche Kontoinformationen preiszugeben, teilweise auch über eine eingebettete Verknüpfung zu einer perfekt gefälschten Banken-Webseite. Die Betrüger gehen dabei sehr geschickt vor. Sie argumentieren etwa mit Schlagworten wie „Sicherheit und Datenpflege“, „Untersuchung von Unregelmäßigkeiten“ oder Mitteilungen wie „Ihr Konto wurde gesperrt“. Auf solche E-Mails sollten Kunden nie eingehen. Generell gilt: Eine Bank wird niemals per E-Mail nach Kontoangaben oder der PIN fragen.
8. Die richtige Internet-Seite zielsicher ansteuern: Bankkunden sollten ihre persönlichen Zugangsdaten nur eingeben, wenn sie sicher sind, dass sie sich auf der geschützten Internet-Seite ihrer Bank befinden. Sicherheitsexperten raten deshalb, entweder beim Online-Banking die Internet-Adresse der Bank jedes Mal wieder von Neuem einzutippen oder über die eigene „Favoritenliste“ das Institut anzuklicken, aber nicht über Verlinkungen einzusteigen.
9. Zusätzliche Software einsetzen: Nicht alle Sicherheitsprobleme lassen sich mit Bordmitteln des Betriebssystems lösen. Gerade Online-Bankkunden sollten zusätzlich einen guten Virenscanner installieren, der permanent aktualisiert wird und damit in der Lage ist, neue Viren zu erkennen. Bei unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen laufen PC-Nutzer Gefahr, dass Unbefugte auf im PC gespeicherte Informationen zugreifen.
10. Die Bank rechtzeitig informieren: Sollten Bankkunden Opfer von Internet-Betrügern geworden sein, sollten sie nicht nachvollziehbare Umsätze sofort bei ihrer Bank reklamieren. Bei Betrugsverdacht oder Verlust von geheimen Zugangsdaten ist der Online-Zugang zum Konto sofort zu sperren. Weitere Informationen zum Thema „sicheres Online-Banking“ geben das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Internet-Adresse: www.bsi-fuerbuerger.de
und der Bundesverband deutscher Banken www.bankenverband.de/banking.
www.diba.de
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