(openPR) In Deutschland geht anscheinend wieder mal ein Goldesel um. Die AVC GmbH (Aufbau-, Vertriebs- und Coordinationsgesellschaft mbH) aus Schwäbisch Gmünd verspricht mit ihrem Anlagekonzept SRP (Security Renta Plus) hohe Gewinne – dahinter scheint jedoch ein
klassisches Schneeballsystem zu stecken.
Die AVC GmbH sucht Vermittler, die zunächst eine Informationsveranstaltung besuchen und dann Geschäftsanteile von bis zu 12.500 Euro und eine Rentenversicherung mit einem monatlichen Beitrag von 500 Euro zeichnen sollen. Diese 500 Euro soll er monatlich als Ausschüttung zurückbekommen, außerdem soll der Geschäftsanteil nach 50 Monaten automatisch (wie von Geisterhand) um 6.250 Euro steigen.
Einen Plan, wie die AVC GmbH um Geschäftsführer Martin Stütz das Geld der Anleger auf solch wundersame Weise vermehren will, sucht man allerdings vergebens. Daher raten unter anderem der Branchendienst „kapital-markt-intern“ und der Vermögensberater Bernd W. Klöckner von einem Investment ab.
Daneben lockt die AVC GmbH mit Provisionen für Vertragsabschlüsse. Je höher der „Geschäftspartner“ in der AVC-Hierarchie aufsteigt, umso höher sollen die Provisionen ausfallen, die ihm untergeordnete Vermittler abschließen. Bei näherem Hinschauen erweisen sich die Provisionen jedoch als wesentlich geringer als von der AVC GmbH in einer Tabelle angegeben.
Außerdem kommt hier eine Besonderheit des Schneeballsystems zum Tragen: Die oberen, „profitablen“ Plätze in der Hierarchie sind regelmäßig bereits besetzt, so dass neue Vermittler erst nach vielen Vertragsabschlüssen eine Stufe höher klettern können. Die Aussicht auf „schnelles Geld“ treibt sie dann nicht selten dazu, mit der kompletten Verwandtschaft und dem Bekanntenkreis Verträge abzuschließen. Ob diese „Geschäftspartner“ ihr Geld jedoch jemals wieder sehen werden, erscheint uns sehr fraglich. Entlarvend wirkt insofern das Antragsformular, in dem das Verwandtschaftsverhältnis zum Antragsteller“ angegeben werden muss.
Um Transparenz ist man bei der AVC GmbH nicht sehr bemüht. Die Firma hat keine eigene Internetadresse und auch ansonsten im World Wide Web kaum Spuren hinterlassen. Das „IKM Branchenbuch“ ordnet die AVC GmbH kurz und lapidar dem Bereich „Immobilien“ zu, was vorliegend unglaubwürdig und irreführend erscheint. Auch ein Anruf bei der Telefonnummer (07171) 104890 hilft kaum weiter. Interessenten erfahren dort von einem gewissen Herrn Beierle nichts, man möge doch bitte die nächste Informationsveranstaltung besuchen. Auch die Termine dieser Veranstaltungen möchte der AVC-Mitarbeiter nicht preisgeben. Der Interessent möge sie bei seinem „Sponsor“ (sic) erfragen, der ihm von der AVC GmbH berichtet hat. Der von den Rechtsanwälten beauftragte Wirtschaftsdetektiv hat umfangreiche Daten zusammengestellt.
Fazit: Die AVC GmbH ist weder seriös noch transparent. Anleger sollten von dem Angebot ihre Finger lassen, wenn ihnen ihr Geld lieb ist.
Rechtsanwalt Dr. Thomas Schulte
Kurfürstendamm 42
D-10719 Berlin










