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BOTSWANA: FOLTER VON BUSCHLEUTEN - SCHOCKIERENDE EINZELHEITEN

01.11.200711:01 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Im Fall der gefolterten und geschlagenen Gruppe von Buschleuten im Kaudwane Umsiedlungslager in Botswana sind neue schockierende Einzelheiten bekannt geworden. Ende September wurden fünfzehn Männer wegen Jagens festgenommen und mindestens zehn von ihnen gefoltert.



Mit diesen Vorfällen ist die Gesamtzahl der wegen Jagens verhafteten Buschleute in diesem Jahr auf 53 gestiegen. Während dieser Zeit hat die Regierung den Buschleuten nicht eine einzige Erlaubnis zum Jagen auf ihrem Land erteilt, trotzdem das Oberste Zivilgericht von Botswana die Verweigerung von Jagdgenehmigungen im Dezember für rechtswidrig erklärt hatte.

Die Polizei und Wildschutzbeamte brachten drei der Männer, Vitanon Mogwe, Mphato
Mothoiwa and Nabedao Mamou, ins Central Kalahari Game Reserve und zwangen sie, mehrere Stunden bei hohen Temperaturen durch die Wüste zu laufen, während sie sie mit ihren Fahrzeugen verfolgten. Sie schlugen die drei Männer mit Stöcken, traten sie, fielen über sie her und würgten Vitanon und Mphato mit Autoschläuchen.

Unabhängig von diesem Fall wurde eine andere Gruppe von drei Männern ebenfalls durch die Wüste gejagt. Wieder andere Buschleute wurden mit Stöcken bedroht und geschlagen. Ihnen wurden Nahrung und Wasser vorenthalten und Handschellen angelegt bis sie gezwungen waren, das Jagen einzugestehen.

Einer der Wildschutzbeamten sagte zu Mphato Mothoiwa: „Wenn du uns nicht die Wahrheit sagst, dass du eine Eland-Antilope getötet hast, werden wir mit dir das Gleiche machen wie mit Selelo.“ Buschmann Selelo Tshiamo starb 2005, einige Wochen nachdem er von Wildschützern geschlagen und gefoltert worden war.

Vergangenen Dezember hatten die Buschleute einen bahnbrechenden Sieg vor Gericht erlangt, als das Oberste Zivilgericht von Botswana befand, dass die Regierung sie 2002 unrechtmäßig von ihrem Land vertrieben hatte.

Der Direktor von Survival, Stephen Corry, sagte heute: „Botswanas Polizei und Wildschutzbeamte haben in den letzten drei Jahren mindestens 63 Buschleute wegen Jagens gefoltert oder geschlagen, und allein in diesem Jahr 53 festgenommen. Ihre Absichten könnten damit nicht eindeutiger sein: Sie terrorisieren die Buschleute, so dass diese zu viel Angst haben um nach Hause zurückzukehren. Es ist eine Strategie, die sowohl brutal als auch zum Scheitern verurteilt ist.“

- ENDE -

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter der Telefonnummer
03072293108 oder der E-mail Adresse E-Mail

Mehr Infos auch auf unserer Homepage unter www.survival-international.de

Survival International Deutschland e.V.
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalderstr.4
10405 Berlin

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