(openPR) Vom 19. – 21. 10. 2007 fand mit der Beteiligung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) der WFAS- Akupunkturkongress in Peking statt. Es war der bisher weltweit größte Kongress dieser Art, mehr als 2000 Ärzte aus der ganzen Welt waren angereist und über 300 wissenschaftliche Vorträge zum Thema Akupunktur wurden gehalten. Anlass des Kongresses war das zwanzigjährige Jubiläum der WFAS (World Federation of Moxibustion Acupuncture Societeies), die - wie z.B. das Rote Kreuz - eine NGO Organisation der Weltgesundheitsorganisation WHO ist. Weltweit setzt sich die WHO für die Verbreitung der Akupunktur ein.
Eine deutsche Delegation im Namen der ATCÄ, deren Vizepräsident Dr. Germann ist, nahm mit mehr als 20 Teilnehmern am Kongreß teil. Die Delegation stand unter der Leitung von Herrn Rinnößel und wurde vom Präsidenten der ATCÄ, Dr. Telle, begleitet. Sie war die größte nichtasiatische Delegation.
Gleichzeitig zum Kongress fand eine Vorstandssitzung der WFAS statt. Dr. Germann, langjähriges Mitglied im Vorstand der WFAS (100 000 Mitglieder weltweit) nahm als einziger Deutscher an dieser Vorstandssitzung teil. Auf ihr wurden weitreichende, sehr positive Beschlüsse für die Akupunktur gefasst, die ganz sicher auch für die Akupunktur in Deutschland von Bedeutung sein werden.
Der Höhepunkt des Kongresses war der Empfang des Vorstandes der WFAS durch Prof. Wang Guoqiang, den chinesischen Vizeminister für Gesundheit. Prof. Wang Guoqiang ist neben seiner Funktion als Vizeminister gleichzeitig Chef des Amts für Traditionelle Chinesische Medizin (SATCM) und somit der höchste Repräsentant der TCM in China. Er überbrachte die Zusage von hohen Fördermitteln für die WFAS. Welche große Bedeutung die chinesische Regierung der Arbeit der WFAS beimisst, lässt sich daraus ersehen, dass sie ihren höchsten Repräsentanten für TCM zum WFAS- Kongreß entsandte.
Ein weiterer Höhepunkt des Kongresses war die Verleihung WFAS – Contribution Award an langjährige Vorstandsmitglieder für ihre herausragende Tätigkeit für die Akupunktur. Die Überreichung der Auszeichnung bildete den Höhepunkt der Abschlußzeremonie und Dr. Germann war einer der Preisträger.
Zeitgleich mit dem Akupunkturkongress tagte der 17. Parteitag der KP Chinas. Auf diesem Parteitag wurde die Förderung der TCM durch die chinesische Regierung beschlossen. Die TCM soll in Zukunft allen Chinesen zur Verfügung stehen und zwar landesweit, auch in die entlegensten Provinzen. Dazu werden erhebliche Mittel benötigt und auch bewilligt. Einzelheiten im beigefügten Artikel.
China Daily 23.10.2007
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) wird bei der Umsetzung des nationalen Zieles, jedem chinesischen Staatsbürger Zugang zu grundlegender medizinischer Versorgung zu ermöglichen, eine Schlüsselrolle spielen, sagte Vizegesundheitsminister Wang Guoqiang gestern.
Wang, zugleich Direktor des staatlichen Amts für Traditionelle Chinesische Medizin (SATCM), machte diese Bemerkung am Wochenende auf einem dreitägigen Workshop in Beijing. Der Workshop wurde zum 20. Jubiläum der Gründung des Weltverbandes der Akupunktur-Moxibustion-Gesellschaften, der TCM weltweit fördern soll, abgehalten.
Die Regierung will bis 2010 ein nationales TCM-Netzwerk einrichten, das sowohl städtische als auch ländliche Gebiete abdeckt, sagte Wang auf dem Workshop.
In den Städten will die Regierung das Dienstleistungsangebot des TCM-Netzwerks fördern indem das Gesundheitssystem und die Ausstattung verbessert und qualifizierte TCM-Ärzte in speziellen TCM-Krankenhäusern, TCM-Abteilungen in Allgemeinen Krankenhäusern und Kliniken angestellt werden, sagte Li Daning, Stellvertretender Direktor der SATCM, gegenüber China Daily.
In der neuen genossenschaftlichen medizinischen Versorgung auf dem Land soll TCM in die allgemeine medizinische Versorgung und Krankheitsvorbeugung, die derzeit von medizinischen Einrichtungen auf Kreisebene durchgeführt wird, integriert werden, führte Li aus. In den nächsten zwei Jahren werden alle Kliniken in ländlichen Städten TCM-Abteilungen schaffen, um sicherzustellen, dass Bauern einen einfacheren Zugang zu diesen Dienstleistungen haben.
Insgesamt soll die altehrwürdige medizinische Wissenschaft landesweit zumindest 30 Prozent des Bedarfs an Gesundheitsversorgung abdecken, sagte Wang abschließend. Derzeit liegt diese Zahl laut offiziellen Statistiken bei weniger als 20 Prozent.
Derzeit gibt es laut Zahlen des Gesundheitsministeriums in 3009 TCM-Krankenhäusern und allgemeinen Krankenhäusern auf Kreisebene und darüber 500.000 qualifizierte TCM-Mitarbeiter.
Die Regierung hat stets große Aufmerksamkeit auf TCM gelegt, wie es auch im Plan "Gleichbehandlung von chinesischer und westlicher Medizin und Entwicklung der TCM", der 1982 veröffentlicht wurde, heißt.
Dies findet sich auch in einer Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wieder, die ihren Mitgliedern dringend empfiehlt traditionelle Medizin in ihre nationalen Gesundheitssysteme zu integrieren.
"Trotz der Tatsache, dass TCM von vielen Menschen im Westen noch immer als "geheimnisvolle orientalische Behandlungsmethode“ oder nur als Zusatz zur westlichen Medizin angesehen wird, scheut die WHO keine Mühen sie zu verbreiten, einfach weil belegt ist, dass es eine sichere Art ist, Krankheiten zu behandeln", sagte Dr. Choi Seung-hoon, WHO-Berater für TCM in der Region.











