(openPR) „Die intensiven Aktivitäten der JobCenter Region Hannover für die Zielgruppe der unversorgten BewerberInnen sind bislang sehr erfolgreich gewesen“, erklärt Tho-mas Heidorn, Geschäftsführer der JobCenter Region Hannover. „Gemeinsam mit den rd. 460 Jugendlichen aus der Region Hannover, die noch keinen Ausbildungs-platz gefunden und Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) beziehen, werden weiterhin Anschlussperspektiven entwickelt. Entsprechende Angebote der JobCenter sind vorhanden.“
Grundsätzlich lässt sich aber auch im Bereich der JobCenter Region Hannover feststellen, dass sich die Lücke auf dem Ausbildungsmarkt nur langsam schließt. Für Jugendliche, die sich bisher vergeblich um eine Lehrstelle bemüht haben, ist es zwar ermutigend, wenn die Handwerks- sowie die Industrie- und Handelskam-mern für 2007 deutlich mehr Abschlüsse melden, doch auch in diesem Ausbil-dungsjahr werden wieder Schulabgänger und sog. Altbewerber keine eine Lehr-stelle bekommen.
Viele der Altbewerber (ca. 90% der diesjährigen rd. 3.200 Bewerber), die im Jahr ihres Schulabschlusses keine Lehrstelle gefunden haben, suchen derzeit auch noch einen Ausbildungsplatz. Ihre Aussichten auf eine Lehrstelle sinken jedoch mit dem zeitlichen Abstand zu ihrem Schulabschluss. Schließlich konkurrieren sie in jedem Jahr aufs Neue mit den Besten des regulären Abschlussjahrgangs.
Die JobCenter Region Hannover hat mit dem „Arbeitsmarkt-, Integrations- und Beschäftigungsprogramm“ (AIB) einen verbindlichen Handlungsrahmen festgelegt, nach dem als wichtigstes Ziel die nachhaltige Integration von Arbeitsuchenden in den ersten Arbeitsmarkt gilt. Eine besondere Priorität hat dabei die Zielgruppe der jungen Menschen unter 25 Jahren, deren berufliche Eingliederung nach Maßgabe des SGB II eine besondere Bedeutung zukommt.
Um den Grundsatz der Nachhaltigkeit bei der Integration in das Erwerbsleben um-zusetzen, hat vor allem das Erreichen eines Berufsabschlusses erste Priorität.
Für die derzeit noch unversorgten Bewerber wird nach wie vor nach einem geeig-neten Ausbildungsplatz im Rahmen der Nachvermittlungsaktion gemeinsam mit den Kammern gesucht. Alternativ können Bewerber durch die Aufnahme einer Einstiegsqualifizierung in einem potentiellen Ausbildungsbetrieb ihre Qualifikation unter Beweis stellen und sich für das kommende Ausbildungsjahr bewähren.
Allerdings ist in der Region Hannover die Lebens- und Bildungssituation der nach dem SGB II Hilfe suchenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen in überdurch-schnittlichen Maße durch ungünstige Ausgangsbedingungen geprägt. Daher ist der Eintritt in eine Berufsausbildung häufig nicht sofort nach Beendigung des Schulbe-suches, sondern bei vielen arbeitslosen Jugendlichen überhaupt nur durch ergän-zende Qualifizierung, begleitende Hilfen und flankierende Förderungen realisier-bar.
Um den Übergang in eine Ausbildung durch berufsvorbereitende Qualifizierungen zu unterstützen, steht den MitarbeiterInnen der JobCenter Region Hannover ein breites Maßnahmespektrum zur Verfügung.
Durch das Maßnahmeangebot wird insbesondere der Personengruppe, deren Ü-bergang in eine Ausbildung aufgrund vorhandener Bildungsdefizite und schlechter Schulnoten und/oder sozialer Problemlagen und Verhaltensauffälligkeiten die not-wendige Unterstützung angeboten. Berufliche Qualifizierung und soziale Stabilisie-rung, sowie Hilfestellung bei der Vermittlung in eine Ausbildung oder in eine be-rufsvorbereitende Maßnahme zählen dazu. gegeben. Darüber hinaus wird auch die Möglichkeit der Vorbereitung auf eine externe Hauptschulabschlussprüfung ange-boten.
Für Betriebe, die zusätzliche Ausbildungsplätze für solche Jugendlichen anbieten, die aufgrund ihrer Defizite im Bereich der schulischen Bildung und der Schlüssel-kompetenzen (noch) nicht die betrieblichen Anforderungen erfüllen, kann im Rahmen des Förderprogramms „Asa – Ausbildung statt arbeitslos“ ein Ausbil-dungszuschuss von maximal 350,- € monatlich für die gesamte Ausbildungsdauer geboten werden. Mit diesem Programm erhalten die Betriebe eine finanzielle Un-terstützung für die besondere individuelle Betreuung und Unterstützung der be-nachteiligten jungen Menschen aus dem Rechtskreis des SGB II. Des Weiteren kann in besonderen Einzelfällen, bei Vorliegen gravierender Vermittlungshemm-nisse, der Eintritt in ein Ausbildungsverhältnis mit einem Arbeitgeberzuschuss in Höhe von bis zu 5.000,- € gefördert werden
Die JobCenter Region Hannover bieten zur Intensivierung und Flankierung der Vermittlungsaktivitäten - neben den berufsvorbereitenden Fördermaßnahmen - folgende ergänzende Angebote an, um insbesondere unversorgte Ausbildungs-platzbewerberInnen bei der beruflichen Integration zu fördern:
1. Zum „Endspurt“ auf den Ausbildungsbeginn 01.08. oder 01.09.2007 sowie für den anschließenden Nachvermittlungszeitraum hat die JobCenter Region Han-nover unter dem Motto „Ausbildung ist Zukunft“ rund 4.000 Betriebe mit Sitz in der Stadt oder der Region Hannover angeschrieben, um zusätzliche Ausbildungs-plätze für bisher unversorgte Jugendliche einzuwerben. Gleichzeitig sind die Be-triebe über die Förderung der Einrichtung zusätzlicher Ausbildungsplätze im Rah-men des Programms „Ausbildung statt arbeitslos – Asa“ informiert worden. Durch diese Aktion konnten rd. 300 Ausbildungsplätze akquiriert werden, davon 172 mit Fördermöglichkeiten nach dem SGB II.
2. In verschiedenen Gewerken werden seit September d.J. rd. 220 Plätze zur Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) für Jugendliche ange-boten, die die Anforderungen an eine Ausbildung im Betrieb nicht erfüllen können.
3. Um die Vermittlung in Ausbildung zu intensivieren, wird als zusätzliches Vermittlungsangebot der JobCenter Region Hannover das Projekt „Ausbildungsco-ach“ gefördert, um insbesondere auch unversorgte Jugendliche bei der Suche ei-nes Ausbildungsplatzes zu unterstützen und in der ersten Praxisphase zu beglei-ten. In diesem Jahr werden bis zu 300 Teilnahmeplätze zur Verfügung gestellt.
4. Die JobCenter Region Hannover beteiligt sich an dem Modelprojekt der Re-gion Hannover „schulische Berufsausbildung mit Kammerprüfung“. Im Rahmen der Nachvermittlung erhalten unversorgte Absolventinnen und Absolventen des Be-rufsgrundbildungsjahres und der Berufsfachschulen mit schulischem Abschluss durch dieses Modelprojekt die Möglichkeit, ab Oktober 2007 eine schulische Be-rufsausbildung zu absolvieren. Ausbildungsträger sind Berufsbildende Schulen in Kooperation mit Praktikumsbetrieben. Derzeit können 63 Ausbildungsplätze ange-boten werden.
5. Für Jugendliche, die den Übergang in einer Ausbildung (noch) nicht ge-schafft haben, bietet sich die Einstiegsqualifizierung (EQJ) als eine betriebliche Maßnahmen an, die den Übergang in eine Ausbildung durch Ableistung eines vor-geschalteten betrieblichen Praktikums fördert. Um die Einmündung von Jugendli-chen in eine Einstiegsqualifizierung zu fördern, wird im Zeitraum vom September bis November 2007 für 160 unversorgte Ausbildungsplatzsuchende eine Trai-ningsmaßnahme mit der Zielsetzung angeboten, die Bewerbung und Einmündung in eine betriebliche Einstiegsqualifizierung unterstützen.
6. Im Rahmen des Landesprogramms „ProAktivCentren“ (PACE), das in Trä-gerschaft der Region Hannover und der Landeshauptstadt Hannover durchgeführt wird und an dem sich die JobCenter Region Hannover maßgeblich beteiligt, erhal-ten unversorgte SchulabgängerInnen individuelle Hilfen zur Unterstützung des Ü-berganges von der Schule in den Beruf, in betriebliche Praktika oder berufsvorbe-reitende Maßnahmen. Der Schwerpunkt des Angebotes ist auf SchülerInnen der Berufsbildenden Schulen ausgerichtet.
7. Mit den Kammern (IHK/HWK) werden im Rahmen von Nachvermittlungs-aktionen am 15. und 17. Oktober d.J. Informationsveranstaltungen für unversorg-te BewerberInnen durchgeführt. Ziel ist, allen TeilnehmerInnen ein Angebot für einen Ausbildungsplatz oder ein betriebliches Praktikum (EQJ) anzubieten. Dazu werden Einzelgespräche mit den Beratungsfachkräften des JobCenter Region Han-nover und den Kammern geführt.
8. Für AbsolventInnen der allgemeinbildenden Schulen ist in Garbsen unter Mitwirkung der Jobcenter Region Hannover das Projekt „Ausbildungslotsen“ initi-iert worden. Durch persönliche Beratung und Begleitung der „Ausbildungslotsen“ erhalten die SchülerInnen notwendige Hilfestellungen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
JobCenter Region Hannover
Marktstr. 45
30159 Hannover









