(openPR) Die großen Verkehrs-Bauwerke aus Stahlbeton können nicht in einem Arbeitsgang hergestellt werden; deshalb entstehen einzelne Bauabschnitte. Dabei sind häufig Undichtigkeiten vor allem auf Fehler bei der Planung und Ausführung von Bauwerksfugen zurück zu führen. Die Art des Abdichtungssystems sowie die Ausbildung eines wasserundurchlässigen Bauwerks muss bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Dies betrifft einerseits das „Betonieren“ als auch andererseits die Ausbildung der Fugen.
Neue Regelwerke, wie die DAfStb-Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ (WU-Richtlinie) und die DIN V 18197 „Abdichten von Fugen in Beton mit Fugenbändern“ (u. a. erarbeitet im NA 005-02-14 AA) geben Hinweise, wie Abdichtungssysteme richtig einzusetzen und zu dimensionieren sind. Vor diesem Hintergrund kommen ergänzend überarbeitete Norm-Reihen für die Fugenbänder hinzu:
- DIN 18541 „Fugenbänder aus thermoplastischen Kunststoffen zur
Abdichtung von Fugen in Ortbeton“
- DIN 7865 „Elastomer-Fugenbänder zur Abdichtung von Fugen in Beton“,
diese befinden sich noch in der Überarbeitung (erarbeitet im
Normenausschuss Kautschuktechnik (FakAU) AA.02.10).
Darüber hinaus sind als Regelwerk noch auf diesem Gebiet der Verkehrs-Bauwerke die ZTV-ING, Teil 3, Abschnitt 3, Bauwerksfugen, zu nennen. Einige anschauliche Hilfen werden hierzu auch in den zugehörigen Richtzeichnungen für Ingenieurbauten gegeben (RIT-ING).
Für die Abdichtung von Tunnelbauwerken gegen von außen drückendes Wasser gilt noch zusätzlich die Normreihe DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen“. Die Blocklängen sind dabei von dem Querschnitt und Grundrissradius des Bauwerks abhängig, i. d. R. darf der Blockfugenabstand 10 m nicht überschreiten. Die Innenschale wird meist als wasserundurchlässige Konstruktion (WUB-KO) ausgeführt.
Zahlreiche Bauwerke im Ingenieurbau, im Hoch- und Industriebau, im Wasser-, Tief- und Tunnelbau werden als WUB-KO erstellt. Dabei gefährden Risse die Gebrauchstauglichkeit von wasserundurchlässigen Bauwerken oder Bauteilen. Bei dem Nachweis der Wasserundurchlässigkeit gemäß der WU-Richtlinie werden einerseits die Möglichkeiten zur Vermeidung von Trennrissen, ihrer Verteilung oder nachträglichen Abdichtung berücksichtigt. Die Fugenabdichtung bei wasserundurchlässigen Bauwerken aus Beton erfordert anderseits angemessene Beachtung des Planers und der Ausführenden. Eine fachgerechte Handhabung sowohl durch den Planer als auch durch den Ausführenden ist eine Voraussetzung für ein funktionierendes Abdichtungssystem. Da entsprechende Fugen meist bei drückendem Wasser mit Fugenbändern ausgerüstet werden, ist entsprechend der Werkstoff der Fugenbänder, Form und Profil zu wählen (Fugenbeanspruchung muss jedoch bekannt sein).
Vernachlässigbar beanspruchte Fugen können mit dauerelastischem Dichtstoff abgedichtet werden, z. B. bei außenliegenden Arbeitsfugen (RIZ-ING, Dicht 21), in Anlehnung an DIN 18540 „Abdichten von Außenwandfugen im Hochbau mit Fugendichtstoffen“.
In der Veranstaltung werden Hinweise für die richtige Handhabung von Fugen bei Planung und Ausführung gegeben. Es wird auf die neuen Regelwerke und die neuen wesentlichen Regelungen für die Abdichtungssysteme, Werkstoffe sowie auf die Qualitäts- und Ausführungsprobleme eingegangen.
Nähere Informationen erhalten Sie von der Technischen Akademie Wuppertal, Hubertusallee 18, 42117 Wuppertal, Telefon (0202) 7495-318 Telefax (0202) 7495-324, E-Mail:
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