(openPR) Durch Pfusch am Bau entstehen in Deutschland jährlich Schäden in einer Höhe von insgesamt rund 1,4 Mrd. Euro. Hinter dieser Zahl aus dem Bauschadensbericht 2008 der DEKRA* verbergen sich Mängel in der Bauausführung durch die Gewerke, vor allem aber auch in der Qualität der verwendeten Produkte. Mit die meisten Mängel fanden sich bei Fenstern und Haustüren. Und gerade hier haben mangelhafte Produkte und Fehler in der Montage weit reichende Folgen. Diese können nur vorbeugend verhindert werden durch ein lückenloses System der Qualitätssicherung: von den Bauteilen über ihre Montage bis hin zu dem unscheinbarsten, aber bedeutenden Bindeglied zwischen Fenster und Baukörper: der Fugenabdichtung.
Die Qualität der Fugenabdichtung hat nämlich einen hohen Einfluss auf den Energieverbrauch und die Luftdichtheit eines Gebäudes: schlecht ausgeführte und nicht dauerhafte Abdichtungen an Fenstern, Haustüren, Fassadenanschlüssen und -konstruktionen haben oft Wärmebrücken zur Folge. Diese führen zu deutlichen Energieverlusten und bilden den Nährboden für Feuchteschäden und Schimmelbildung – mit kaum absehbaren Folgekosten für die Behebung dieser Schäden.
Im Bereich der Fugenabdichtung bietet deshalb die RAL Gütesicherung größtmögliche Sicherheit – nicht nur für Bauherren, sondern auch für die Planer und Handwerker: durch eine stetig neutral durchgeführte Überwachung. Inzwischen gibt es RAL Gütezeichen für Fenster, Fassaden, Haustüren, Wintergärten und für deren Montage. Vor allem aber gibt es ein Gütezeichen für Fugendichtungs-Komponenten und -Systeme: Es sichert Architekten und Planern nicht nur zuverlässige und nachprüfbare Qualität zu, sondern auch entsprechende Serviceleistungen für ihre Planung, inklusive Ausschreibungstexte.
Vorteile für den Anwender: Sicherheit und Service
Aber auch die Fensterbauer profitieren erheblich davon, wenn sie RAL gütegesicherte Fugendichtungsprodukte einsetzen. Zum einen können sie sich darauf verlassen, dass die RAL Gütesicherung stets auf dem neuesten Stand der Technik erfolgt. Die Anforderungen von RAL liegen sogar über denen der DIN und entsprechen damit den Praxisanforderungen. Ob Bänder, Leisten, Folien oder PUR-Schäume: Für alle in der RAL Gütesicherung vorgesehenen Anwendungen stehen inzwischen entsprechende Produkte zur Verfügung. Eine besonders innovative Variante sind die Multifunktionsbänder mit RAL Gütezeichen: Sie ermöglichen die Abdichtung für innen, Mitte und außen mit einem einzigen Produkt. Das spart Zeit und Geld.
Zum anderen werden die Anwender praktisch unterstützt durch eine technische Hotline, einen Vor-Ort-Service der Hersteller von Produkten mit dem RAL Gütezeichen – und last but not least durch Schulungen und Seminare. So fand etwa im Juli 2009 das Praxisseminar „Baukörperanschluss live“ statt, das die Fenster-Akademie in Karlsruhe durchführte.** Hier gaben Mitgliedsunternehmen der RAL Gütegemeinschaft FDKS den Praktikern wertvolle Tipps an die Hand und begleiteten die Umsetzung mit modernen Fugenabdichtungsprodukten.
Und schließlich bietet der Nachweis einer professionellen Ausführung mit professionellen Produkten dem Anwender einen weiteren entscheidenden Vorteil: er kann juristisch kaum haftbar gemacht werden für Folgeschäden an den eingebauten Fenstern.
Langfristige Schadensfreiheit durch hohe Produktqualität
Mit all diesen Vorteilen entspricht die RAL Gütesicherung auch den zentralen Kriterien und Empfehlungen, die die Beteiligten des „Dialog Bauqualität“ (eine Fortsetzung des „Bauschadensberichts“ der Bundesregierung) im Auftrag des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung in ihrem Bericht*** formulieren: Demnach ist der Bauherr „an langfristiger Schadensfreiheit, niedrigen Betriebskosten und im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeit an einer möglichst hohen Produktqualität interessiert“. Außerdem empfiehlt der Bericht die „bauteilspezifische Fort- und Weiterbildung für Planer und Ausführende“, sowie „eine Verbesserung der Qualitätskontrolle bei Bauprodukten“.
Umfassende Informationen zu allen Aspekten gütegesicherter Fugen-abdichtung bietet die RAL Gütegemeinschaft FDKS im Internet unter www.ral-fdks.de.
* DEKRA Pressemitteilung vom 30.01.2008 und: www.dekra.de
** Quelle und weitere Infos: Glaswelt 8/2009, „Fenstereinbau im Dialog“, s.a.: www.glaswelt.de
*** Dialog Bauqualität, Endbericht vom 02.09.2002, Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Auftragnehmer: Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken e. V. an der TU Berlin (IEMB) im Internet unter: www.bbr.bund.de











