(openPR) Regionalverband Umweltberatung Nord empfiehlt: Schon bei der Planung von Baumaßnahmen auf Schimmelvorbeugung achten!
Angesichts steigender Energiepreise entschließen sich immer mehr Hausbesitzer zu einer energetischen Sanierung. Das Inkrafttreten der Hamburgischen Klimaschutzverordnung am 1. Juli macht das Energiesparen für Hausbesitzer und Wohnraumbenutzer nahezu unumgänglich. Der Regionalverbands Umweltberatung Nord (R.U.N.) begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich, warnt jedoch gleichzeitig vor einer zunehmenden Gefahr durch Schimmelpilze in Innenräumen. Er empfiehlt, sich bereits bei der Vorbereitung von Baumaßnahmen über Schimmelvorbeugung zu informieren oder einen unabhängigen Sachverständigen zu Rate zu ziehen. Prinzipiell existieren zwei Risikobereiche: falsches Wohnverhalten und Baufehler.
Wer eine rundum gedämmte Wohnung bewohnt, muss anders heizen und lüften, als jemand, der einen Altbau mit undichten Fugen und Ritzen bewohnt. Durch Kochen, Duschen, Wäschetrocknen, Atemluft u.ä. steigt die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen schnell an. Regelmäßiger Luftwechsel ist nötig. Passiert der Luftwechsel nicht durch Undichtigkeiten, müssen wir lüften oder eine Lüftungsanlage nutzen. „Das Problem ist, dass wir Menschen feuchte Luft nicht riechen oder sehen können und damit nicht unmittelbar den Wunsch nach Lüftung verspüren“, gibt die Sachverständige Brigitte Harste zu bedenken. „Deshalb müssen wir richtiges Lüften lernen.“ Bleibt die Zimmerluft feucht, kondensiert sie an kühleren Stellen, z.B. an Außenwänden hinter Schränken oder Bildern. An glatten Flächen wie Kacheln bilden sich kleine Wassertröpfchen, saugfähige Materialien wie Tapeten werden feuchter. - Und, Feuchtigkeit ermöglicht Schimmelpilzen das Wachstum - nahezu überall.
Im baulichen Bereich erfordern Wärmedämmsysteme besonders sorgfältige Planung und Ausführung. Pfusch am Bau oder mangelnde Koordination der Gewerke kann zu enormen Schäden führen, die sich möglicherweise erst nach Jahren bemerkbar machen. Dampfsperren können beschädigt werden, wenn Rohre oder elektrische Leitungen nachträglich verlegt werden, so dass stetig feuchte Zimmerluft in die Dämmung zieht. Ist der Estrich nicht ausreichend getrocknet, bevor ein Bodenbelag wie z.B. Laminat darauf gelegt wird, ist ein großflächiger Schimmelschaden vorprogrammiert. Undichte Wasserleitungen, aufsteigende Feuchtigkeit in Wänden, undichte Regenrohre - all dies sind mögliche Ursachen für Schimmelpilzwachstum.
Sachverständige des Schimmel-Berater-Netzwerks im R.U.N. bieten produktunabhängige Beratung und Begutachtung bereits bei der Planung von Baumaßnahmen an. Dazu gehört auch Beratung zu umweltverträglichen und wenig schimmelanfälligen Baustoffen. Weitere Informationen sind zu finden unter: www.umweltberatung-nord.de
Veranstaltung zum Thema: 3. Hamburger Fachtagung: Schimmelpilze in Innenräumen, Schwerpunkt: Gesundheitliche Auswirkungen. 30. September 2008, 9 bis 17 Uhr, Universität Hamburg, Hauptgebäude Edmund-Siemers-Allee 1, Infos und Anmeldungunterlagen unter www.umweltberatung-nord.de.











