(openPR) Die Zahl der Demenzkranken steigt rasant. Allein in Deutschland sind es mittlerweile 1,2 Millionen und für sie ist das Risiko extrem hoch, an Alzheimer zu erkranken. Die Pflegeversicherung könnte dies zum Kollaps bringen. Pflegefirmen und Pharmakonzerne hoffen dagegen auf Riesen-Gewinne, so die Welt am 21.09.07 zum Welt-Alzheimertag.
Quelle: Welt Online >>> http://www.welt.de/wirtschaft/article1202721/Das_Geschaeft_mit_dem_Vergessen_.html
Der Volkswirt Bernd Raffelhüschen glaubt zu wissen, dass die Einnahmen der Pflegeversicherung nie und nimmer ausreichen, um die Kosten der Dementen tragen zu können. Das Problem werde dramatisch unterschätzt, so die Warnung von Raffelhüschen. Was also ist geboten, so möchte man Herrn Raffelhüschen fragen? Er rät dringend, neue, auf Ersparnissen basierte Modelle zu entwickeln, die staatliche und private Altersvorsorge verbinden.
Mit Blick auf die Finanzierung freilich ist den Gesundheitsökonomen ein wenig mehr an Phantasie abzuringen. In erster Linie dürften sich beachtliche finanzielle Ressourcen erschließen, wenn und soweit u.a. die politisch Verantwortlichen nicht aberwitzige Millionenbeträge „zu Grabe tragen“. Auch wenn die Bundesregierung beabsichtigt, rund 60 Millionen für die Demenz-Forschung bereitzustellen, ist dies nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es gilt parallel dazu auch, die erheblichen Fehlallokationen zu vermeiden, die sich bei weitem nicht nur auf das Gesundheitsressort beziehen.
Der Demenzpatient darf kein Opfer der „Ökonomie“ werden und noch weniger ein „Opfer“ einer verfehlten Ausgabenpolitik.
Lutz Barth












