(openPR) Jeder Bürger hat es wohl schon mehrmals erlebt. Ungebetene Telefonwerbung ist nicht nur ärgerlich für den Betroffenen, sondern in Deutschland auch gesetzlich verboten. Unternehmen dürfen somit keine Privatpersonen ohne eine ausdrückliche Erlaubnis mit Werbeanrufen belästigen.
Die neusten Maschen der Telefonwerber zielen schon in Richtung "Telefon-Terror" und es sind nicht einmal mehr irgendwelche Personen eines Call-Centers die anrufen, sondern eine Stimme vom Band. "Bitte legen Sie jetzt nicht auf..." teilt Ihnen eine Stimme vom Band mit. Es wird ein Gewinnspiel vorgegeben an dem Sie angeblich teilgenommen und auch etwas gewonnen haben sollen. Wenn Sie jetzt wissen möchten um was für einen Gewinn es sich handelt, müssen Sie eine teure 0900-Nummer wählen. Viele Unternehmen versuchen Sie auch zu einer Bestätigung mittels Telefontaste oder durch ein "Ja" am Telefon direkt mit einer kostenpflichtigen Nummer zu verbinden.
Die Verbraucherzentralen warnen zudem vor einer weiteren dreisten neuen Masche. Dabei werden betroffene Bürger angerufen und auf die nervenden Telefonwerbeanrufe anderer Anbieter angesprochen. Die Firmen versprechen für eine erhebliche Gebühr Abhilfe, indem Sie angeblich in eine Telefonwerbesperrliste eingetragen werden. Die angerufenen Verbraucher erhielten daraufhin eine Auftragsbestätigung für die angeblich telefonisch vereinbarte Geldforderung. Aus Sicht der Verbraucherzentrale disqualifizieren sich die Firmen mit ihrem Kundenfang durch Werbeanrufe selbst. Die Wirkung der angebotenen Werbesperrlisten sei fraglich. Telefonmarketing sei ohne ausdrückliche Zustimmung des Angerufenen bereits gesetzlich untersagt, trotzdem nehme die Zahl der unerbetenen Werbeanrufe stetig zu, erklärten die Verbraucherschützer.
Als Verbraucher brauchen Sie diese Art von Belästigung nicht hinnehmen und der Gesetzgeber hat diesen sogenannten "Spam" bereits seit Oktober 2004 verboten. Wenn die Werbung nicht ausdrücklich von Ihnen gewünscht ist, kann dagegen vorgegangen werden.
So können Sie sich gegen ungewünschte Werbeanrufe wehren:
Oftmals nutzen die verschiedenen Unternehmen Gewinnspiele und Kaufverträge um Privatpersonen in eine Anrufliste zu speichern. So wird ein Werbeanruf legal! Sie sollten sich immer das sogenannte "Kleingedruckte" in Verträgen und bei Gewinnspielen oder kostenlosen Probeanforderungen durchlesen. Widersprechen Sie Werbeanrufen schriftlich oder streichen Sie diese Klauseln dementsprechend durch, sofern diese Vertragsgegenstand sind und von Ihnen nicht gewünscht werden.
Wenn Sie von Automaten angerufen werden, weil Sie angeblich an einem Gewinnspiel teilgenommen haben, sollten Sie auf keinen Fall zurückrufen! Notieren Sie sich die angesagte Telefonnummer und eventuell weitere Informationen und senden Sie diese an die Bundesnetzagentur. Ein entsprechendes Formular erhalten Sie hier: http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/7662.pdf
Bei Ping-Anrufen wird automatisch aufgelegt sobald Sie den Telefonhörer abgenommen haben. Das Ziel des Anrufes ist es, die Nummer über die sogenannte "Clip-Funktion" zu übertragen. Wer jetzt diese Nummer wählt landet bei einem teuren Mehrwertdienst bei dem Sie oftmals schon einen hohen Betrag für einen Anruf bezahlen müssen. Auch bei dieser Art von Anrufen ist die Bundesnetzagentur zuständig. Das geeignete Formular erhalten Sie hier: http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/7662.pdf
Sollten Sie einen ungebetenen Werbeanruf von einem Call-Center erhalten und ein Mitarbeiter versucht Ihnen einen Vertrag für eine Leistung aufzudrängen die Sie nicht wünschen, so sollten Sie eine Beschwerde bei der jeweiligen Verbraucherzentrale einreichen. Diese Art von Werbeanrufen wird auch "Kaltaquise" genannt und ist ohne Ihr Einverständnis ebenfalls verboten. Hier erhalten Sie das dafür vorgesehene Formular: http://www.vz-nrw.de/mediabig/22502A.pdf
Versuchen Sie dem Anrufer möglichst viele Informationen wie zum Beispiel Name und Anschrift des Unternehmens zu entlocken. Senden Sie das Formular mit möglichst vielen Informationen an die Verbraucherzentrale.
Der Verbraucherschutz fordert drastischere Mittel von der Regierung gegen diese unerlaubten Telefonwerber. Bleibt nur zu hoffen, das diese Art von Anrufen dann der Vergangenheit angehört.
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