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Bethanien: Es geht voran

09.09.200723:32 UhrKunst & Kultur

(openPR) In den letzten Tagen war in verschiedenen Zeitungen zu lesen, dass die Künstlerhaus Bethanien GmbH angeblich das Bethanien-Hauptgebäude verlassen möchte. Ihr „internationales Ansehen“, so wurde der Leiter des Hauses Christoph Tannert zitiert, sei infolge der jüngsten Entwicklungen in Gefahr. Hierzu möchten wir folgendes mitteilen:

Das gemeinsame Agieren des Hausprojektes NewYorck, der Initiative Zukunft Bethanien (IZB) und vieler anderer Gruppen und Einzelpersonen im und um das Bethanien-Hauptgebäude war und ist eine Erfolgsgeschichte. Öffentlicher Raum wird erhalten, öffentliche Diskussionsprozesse um die Nutzung der freien Flächen im Bethanien finden statt, und dies alles in transparentem und demokratischem Rahmen.

Dies war nicht immer so. Nachdem der Bezirk 2003 die kommerzielle Privatisierung des Bethanien als „Internationales Kulturelles Gründerzentrum“ beschlossen hatte, regte sich breiter Protest unter den AnwohnerInnen. Eines der ersten BürgerInnenbegehren auf Bezirksebene in Berlin, initiiert von der IZB, forderte ab 2005 die öffentliche Nutzung als kulturelles, künstlerisches, politisches und soziales Zentrum mit starker Ausrichtung auf die lokale Umgebung. Das BürgerInnenbegehren war mit 14.000 Unterschriften erfolgreich. Am 4.09.2006 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mit den Stimmen von SPD, PDS und Grünen, die wesentlichen Forderungen des Begehrens umzusetzen. Ein „Runder Tisch zur Zukunft des Bethanien“, moderiert von Bürgermeister Franz Schulz und mit VertreterInnen des Bezirksamts, der BVV-Fraktionen sowie der NutzerInnen des Bethanien-Hauptgebäudes, nahm Ende 2006 seine Arbeit auf. Hier sowie in regelmäßig stattfindenden Treffen einer „Initiativ-Plattform“ soll ein Konzept zur Umsetzung des BVV-Beschlusses erarbeitet werden. Auch das im BVV-Beschluss vorgesehene Interkulturelle AnwohnerInnenforum (sOfa) ist inzwischen eingerichtet und beteiligt sich aktiv am Prozess.

Am Runden Tisch, aber auch in der Initiativ-Plattform, werden bereits konkrete Konzepte für die zukünftige Nutzung des Bethanien-Hauptgebäudes erarbeitet. „Wir bedauern“, so Andrea Funke von der IZB, „dass sich einzelne Nutzer des Bethanien-Hauptgebäudes, insbesondere die Künstlerhaus Bethanien GmbH, an diesem demokratischen Prozess nicht beteiligen“. Statt dessen wird in Stellungnahmen Christoph Tannerts die Arbeit der KünstlerInnen immer wieder gegen die künstlerischen und kulturellen, sozialen und politischen Aktivitäten im Bethanien ausgespielt. Alle Missstände im Haus und in der unmittelbaren Umgebung des Bethanien - im Tagesspiegel ist von „Spritzen auf dem Gelände“ die Rede - wird den NutzerInnen des Südflügels angelastet. „Bis 2005 stand der Südflügel leer“, so Funke weiter, „nun profitiert auch das Künstlerhaus von der Belebung des Bethanien“.

Die Artikel der letzten Tage haben die Perspektive des Künstlerhauses wiedergegeben, ohne auf das Bürgerbegehren, auf den laufenden demokratischen Prozess oder auf Positionen anderer NutzerInnen, des Bezirksamts, der NewYorck oder der IZB einzugehen. Wir halten eine derart einseitige Darstellung für vollkommen unangemessen, und würden uns mehr professionelle Recherche wünschen.

Wir gehen fest davon aus, dass in absehbarer Zeit im Rahmen des „Runden Tisches“ das Konzept für das zukünftige Bethanien verabschiedet und dann auch von Bezirksamt und BVV bestätigt wird. Der Senat droht schon jetzt damit, ab 2008 die sogenannten „kalkulatorischen Kosten“ für das Bethanien dem Bezirk in Rechnung zu stellen. Durch eine absurde Berechnungsgrundlage soll der Zwang für eine kommerzielle Privatisierung erhöht werden. Aus diesem Grund wird derzeit in den verschiedenen Gremien intensiv an der Konzeption eines kostendeckenden Modells gearbeitet.

In den Artikeln, auf die wir uns beziehen, wird den „BesetzerInnen“ vorgeworfen, sie hätten eine „mietfreie“ Nutzung zum Ziel, während durch den vermeintlichen Wegzug der Künstlerhaus Bethanien GmbH dem Bezirk hohe Einnahmen verloren gingen. Die NewYorck befindet sich seit dem 11. Juni 2005 im Südflügel des Bethanien-Hauptgebäudes. „Seit dem ersten Tag waren wir bereit, einen angemessen Betrag für Miete und Nebenkosten an den Bezirk zu entrichten“, so Diana Schmied, die bereits im am 05.06.05 geräumten Hausprojekt „Yorckstrasse 59“ lebte. Hierüber wurde bereits mehrfach verhandelt, jedoch kam es bislang aus politischen Gründen nicht zum Abschluss eines Mietvertrages. Einem Vertragsabschluss dürfte mit dem erfolgreichen Weiterschreiten des laufenden Prozesses nichts mehr im Wege stehen.

Für weitere Informationen verweisen wir auf die Seiten http://www.bethanien.info (IZB) und http://www.yorck59.net (NewYorck). Für Rückfragen stehen wir ihnen gerne per Mail (E-Mail, E-Mail) sowie per Telefon (0179 851 77 00) zur Verfügung.

Initiative Zukunft Bethanien
NewYorck – Raum emanzipatorischer Projekte

Initiative Zukunft Bethanien
Haus Bethanien – Südflügel
Mariannenplatz 2
10997 Berlin
Pressekontakt: 0179 851 77 00
Mail: E-Mail
Web: http://www.bethanien.Info

Die Initiative Zukunft Bethanien (IZB) ist ein freier Zusammenschluß verschiedenster Einzelpersonen und Initiativen aus Kreuzberg und darüber hinaus.

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