(openPR) BONN – Ahnungslosigkeit und falsch verstandene Sparsamkeit sind Gründe, warum trotz aller Warnungen immer wieder Computer-Netzwerke von Hackern, Viren und Würmern befallen werden. Das schreibt der Bonner EDV-Experte Andreas Beuslein in einem Beitrag für die regionale Wirtschafts-Plattform www.business-on.de. Beuslein bezieht sich unter anderem auf Studien, nach denen zwar 98 Prozent der Unternehmer ihre EDV für ausreichend geschützt hielten, sich bei näherem Hinsehen aber in fast allen Fällen erhebliche Sicherheitslücken ergaben.
So sind sich viele Unternehmer nicht bewusst, dass zum Beispiel eine installierte Antiviren-Software regelmäßig aktualisiert werde muss. "Jeden Tag werden Dutzende neue Schadprogramme auf die Reise ins Internet geschickt. Mehr als 400 Millionen virenbelastete Emails sind täglich weltweit unterwegs", schreibt Beuslein in seinem Beitrag. Diese können nur erfasst werden, wenn alle Sicherheitsprogramme auf dem neusten Stand sind.
Angesichts der Kosten von zum Teil 40 oder 60 Euro sei die Zurückhaltung vieler Betriebe bei der Datensicherheit nicht nachzuvollziehen. "Das scheinbare Sparpotenzial steht in keinem Verhältnis zum möglichen Schaden. Wird ein Firmencomputer geknackt und werden sensible Kundendaten missbraucht, kann das Schadensersatzforderungen von Zehn- oder Hunderttausenden Euro zur Folge haben." Für sie müssen die Geschäftsführer und Inhaber persönlich haften.
Bedenklich sei auch der sorglose Umgang von Mitarbeitern mit dem Internet. "Besonders kritisch ist zu bewerten, wenn sich Mitarbeiter online an PC-Spielen beteiligen." Dabei riskieren sie, dass sich Hacker Zugang zu den Daten auf dem Rechner oder dem dahinter liegenden Firmennetzwerk verschaffen. Doch die Chancen auf Einsicht scheinen gering: "Ein Viertel (!) der kürzlich befragten Firmenangestellten möchte bei der Arbeit am Computer auf so genannte P2P-Tauschbörsen nicht verzichten." Nach Beusleins Einschätzung ein riesiges Sicherheitsrisiko für alle Firmen.






