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NRW-Politik im Test - Teil 5 - Innovationspolitik

23.08.200714:36 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Die schwarz-gelbe Landesregierung in NRW ist seit zwei Jahren im Amt. Die im Koalitionsvertrag festgelegte Messlatte ist hoch. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) hat den Koalitionsvertrag erneut gelesen und schildert aus Sicht des Mittelstands, was bereits umgesetzt wurde und wo noch Baustellen existieren.



Teil 5: Innovationspolitik

Aus dem Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP vom 20. Juni 2005:
"Wirtschaft wird von Menschen gemacht. Von ihrer Innovationsbereitschaft, ihrem Wagemut und ihrer Qualifikation hängen Wohlstand, Sicherheit und Zukunft unseres Landes ab."
Quelle: http://www.im.nrw.de/vm/doks/Koalitionsvereinbarung.pdf

Von der Idee zur Verwertung: Großbaustelle Innovationen

Düsseldorf, 23.08.2007 - Das Innovationspotential ist groß in Nordrhein-Westfalen. Aber es wurde in der Vergangenheit nur zu einem Teil ausgeschöpft. Dabei ist die Kette von der Idee bis zur arbeitsplatzschaffenden Verwertung einer Innovation nicht im Detail steuerbar, und die Marktchancen lassen sich nicht mit Sicherheit prognostizieren. Aber Rahmenbedingungen können beeinflusst werden - und hier wartet noch viel Arbeit auf die Koalition von CDU und FDP.

Der Wissenstransfer in NRW kommt nur langsam in Schwung. Viele Wissenstransferstellen an den Universitäten und FHs arbeiten noch zu behäbig. Positive Ergebnisse berichten Unternehmer dagegen von persönlichen Kontakten zu einzelnen Professoren: von Diplomarbeiten, die konkrete Problemstellungen behandeln, bis zu umfangreichen Forschungsprojekten werden in der Praxis schon viele Spielarten erprobt. Positiv wirkt das Hochschulfreiheitsgesetz aus dem Ministerium von Prof. Pinkwart. Die Hochschulen gehen mittlerweile offensiver auf die Unternehmen aus ihrer Region zu.

Aber für eine strategische Innovationspolitik müssen die eher zufälligen regionalen Kooperationen durch ein zielgerichtetes Innovationsmanagement ergänzt werden. Gerade in NRW mit seiner dichten Hochschullandschaft bietet sich das an. Dass NRW hier erst am Anfang steht, wissen auch die zuständigen Ministerien. Für Anfang September laden daher 23 Hochschulen zum '1. Innovationsdialog NRW' ein. Dazu Herbert Schulte vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft NRW: "Es ist sehr positiv, dass ein solches Treffen überhaupt stattfindet. Je konkreter die Ergebnisse sind, desto besser. In 2008 muss das Thema Wissenstransfer im Zentrum der NRW-Politik stehen."

Neben der Organisation des Wissenstransfers gibt es eine Vielzahl von Politikfeldern, die die Innovationstätigkeit in einem Land beeinflussen. Dazu gehört die Finanzierung mit einem gemischten Gesamtbild: Die schläfrige Börse in Düsseldorf könnte eine viel aktivere Rolle als Plattform für Venture Capital spielen. Die NRW.Bank dagegen unterstützt junge Unternehmer umfangreich mit modernen Programmen. Auch der Umgang mit dem Nachwuchs zählt zu den langfristigen Innovationsindikatoren: Technikbegeisterung und Neugierde können schon im Kindergarten geweckt werden. Sachsen sammelt mit solchen Konzepten gute Erfahrungen.

Ein Manko ist die relativ niedrige Quote von Forschungs- und Entwicklungsausgaben der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Dies ist eine langfristige Folge des Strukturwandels, aber auch der schlechteren Rahmenbedingungen, die im Laufe der letzten 20 Jahre NRW bei den prozentualen F&E-Ausgaben hinter Baden-Württemberg und Bayern haben zurückfallen lassen. Um Abhilfe zu schaffen, kommt dem strukturierten Wissenstransfer ebenfalls eine Schlüsselrolle zu.

Andererseits sind viele Innovationen aus NRW auch Prozessinnovationen, von denen etwa der Handel oder die Medien profitieren. Diese gehen aber weder in die F&E-Statistik noch in die Patentstatistik ein. Es zeigt sich, dass Innovationen im Wettbewerb entstehen. Daher ist die grundsätzliche Ausrichtung richtig, EU- Mittel aus den Ziel 2 -Programmen in einem 'Wettbewerb der Ideen' zu vergeben. Die Fortsetzung der Cluster-Förderung, die jetzt neu unter dem Schlagwort 'kreative Ökonomie' läuft, ist aber ein zweischneidiges Schwert. Nach der Initialzündung müssen sich die Cluster selbst tragen: dauerhafte Begehrlichkeiten sind nicht im Sinne einer modernen Wirtschaftspolitik.

FAZIT: Innovationsminister Prof. Pinkwart hat mit dem Hochschulfreiheitsgesetz einen Mentalitätswandel an den Hochschulen eingeläutet. Bei dem Thema Wissenstransfer steht NRW aber noch am Anfang. Der Landesregierung, der Wirtschaft und den Hochschulen steht noch eine Menge Arbeit bevor, bis in NRW eine umfassende Innovationsmentalität entstanden ist. Dazu gehört auch der Aufbau des Innovationsfonds, der im Koalitionsvertrag eine wichtige Rolle spielte.

ENDE der Pressemitteilung

Hinweis für die Redaktion:
Die Bewertung der Regierungspolitik hat der BVMW in die Felder Hochschulpolitik, Mittelstandspolitik, Arbeitsmarktpolitik, Schulpolitik, Innovations- und Finanzpolitik aufgeteilt. Zu diesen sechs Feldern wird im Juli und August jeweils eine Pressemitteilung veröffentlicht werden.

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