(openPR) Instandhaltung benötigt "Instandhaltungsmanager" - Das FVI fordert Ausbildungsinitiative für neues Berufsbild
Die Direktaufwendung der Instandhaltungsbranche in 2005 betrug allein in Deutschland laut statistischem Bundesamt 175 Milliarden Euro**! Die indirekten Kosten werden drei-bis fünffach so hoch angenommen. Mit etwa 40% Anteil an den Unternehmenskosten bestimmt die Instandhaltungsbranche unsere Wettbewerbsfähigkeit maßgeblich. Eng damit verbunden ist die Standort-und Arbeitsplatzsicherheit, zumal diese Branche zu den größten Wachstumsmotoren überhaupt gehört.
Hochwertige Instandhaltung kann Deutschland auf lange Sicht international nur mit gut ausgebildeten Ingenieuren und Technikern anbieten. Diese Branche wird aber überwiegend von Autodidakten und Seiteneinsteigern bedient. Es fehlen im Moment -und noch mehr in der Zukunft- hochqualifizierte Instandhaltungsingenieure, die im Bereich der industriellen Instandhaltung oder im Service- und Facilitybereich als Instandhaltungsmanager die Verfügbarkeit der Anlagen sicherstellen. Neben dem fundierten technischen Wissen sind besondere Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Personalführung, aber auch Teamfähigkeit, Kundenorientierung und Kenntnisse auf der rechtlichen Seite nötig. Dies sind nur einige Facetten für die Wissensanforderung, welche das Lebenszyklusmanagement von technischen Anlagen erfordert.
Um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen auch zukünftig zu gewährleisten, hat die Heranbildung von genügend gut ausgebildeten Ingenieuren höchste Priorität. Von Politik, Industrie und Lehre ist Initiative und Unterstützung gefordert. Dipl.-Ing. Harald Neuhaus (61), AluNorf und FVI-Vorsitzender: „Wir dürfen die Chance nicht verschlafen. Nur mit hochqualifizierten Mitarbeitern können wir in der Oberliga mitspielen und unsere Marktposition im internationalen Wettbewerb sichern“.
Mitglieder des FVI-Forum Vision Instandhaltung haben ein Anforderungsprofil für die Ausbildung von Instandhaltungsingenieuren erarbeitet. Daraus leitet sich ein duales System einer Kooperation aus praktischer und theoretischer Ausbildung ab. Erfolgreiche Beispiele ähnlicher Ausbildung gibt es in Hessen, in Baden-Württemberg und in der Schweiz. Die Finanzierung könnte sich aus Beiträgen der Industrie, Mentoren sowie Landes,-Bundes,-und Europamitteln
zusammensetzen. Die Steuerung ist durch einen paritätisch besetzten Förderverein denkbar. Dieser könnte auch Lehraufträge an Hochschulen und Unternehmen geben.
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