(openPR) In weniger als einem halben Jahr finden in Niedersachsen die Landtagswahlen statt. Anlass für den Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in der Region Osnabrück-Bentheim-Emsland Bilanz zu ziehen.
Freie Ladenschlusszeiten und einfachere Möglichkeiten, sich um staatliche Aufträge zu bewerben, kommen bei kleinen und mittleren Unternehmen in Niedersachsen gut an: Der Abbau bürokratischer Hemmnisse bedeutet eine Entlastung zugunsten ihrer Wirtschaftskraft und stärkt damit die Region. Der BVMW sieht die Landesregierung hier auf dem richtigen Weg.
Doch macht vor allem der Fachkräftemangel in Ausbildungs- und akademischen Berufen niedersächsischen Unternehmen zu schaffen: Gerade in der Bildungs- und Hochschulpolitik sieht Michael Woltering, Kreisgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Nachholbedarf.
So müsse die Zahl der Schulabbrecher verringert und den Jugendlichen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt geboten werden: „Für die meisten Schüler sind Schule und Beruf zwei getrennte Lebensabschnitte. Hier müssen mehr Verbindungen geschaffen werden.“ Derartige Verknüpfungen hat das Projekt „Wirtschaft und Schule“ in Nordrhein-Westfalen bereits im letzten Jahr erfolgreich ins Leben gerufen.
Auch an den Hochschulen herrsche Handlungsbedarf. So hat im Jahr 2006 nur noch jeder fünfte Hochschulabsolvent Ingenieurswissenschaften studiert. Vor fünf Jahren war es noch jeder vierte Absolvent. Nach Ansicht des BVMW sind gerade technische Berufe für die Innovation und wirtschaftliche Leistungskraft des Landes besonders wichtig: „Hochqualifizierte Arbeitskräfte sind mitentscheidend für die Wirtschafts- und Innovationskraft unserer Region. Allerdings haben allein im Wintersemester 2006/ 2007 insgesamt 27.000 Studierende mehr Niedersachsen verlassen, als zum Studieren in das Land gekommen sind. Damit wandert auch ein Teil der künftigen Wirtschaftskraft unseres Landes ab.“
Vor allem in der IT-Wirtschaft, der Verkehrs- und Logistikbranche sowie vielen handwerklichen Bereichen macht sich ein Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften bemerkbar. Daher appelliert Woltering an alle politischen Parteien, sich aktiv für die Belange der mittelständischen Wirtschaft einzusetzen: „Der Mittelstand ist gegenwärtig Motor des wirtschaftlichen Aufschwungs. Eine gute Mittelstandspolitik ist damit auch wichtigstes Element einer guten Wirtschaftspolitik.“










