(openPR) Letzte Woche hat die Bundesforschungsministerin Annette Schavan mitgeteilt, sie wolle die Pharmaforschung in Deutschland stärken. Durch die Pharmainitiative für Deutschland sollen neue, innovative Medikamente schneller den Patienten zu Gute kommen. Dafür will die Ministerin 800 Millionen Euro Fördergelder bereitstellen.
Solche Initiativen sind notwendig, um die Innovationen in Deutschland zu fördern. Aber noch viel nötiger wäre es, die Hemmschwellen der Krankenkassen zu senken, damit die vorhandene Innovationskraft deutscher Medizintechnik-Unternehmen auch wirklich an die Patienten gelangt. An Innovationen fehlt es nicht – allein der Weg von der Innovation zum Patienten ist durch unser Erstattungssystem der Krankenkassen extrem schwierig. Gegen den Widerstand des Verbandes der Krankenkassen, klagt sich OPED schon seit einem Jahr mit seinem Rehabilitationsprodukt CAMO®ped über den juristischen Weg in das Hilfsmittelverzeichnis hinein. Das Verzeichnis kennt bisher keine Kategorie, in die die aktive Bewegungsschiene hineinpassen würde. Deshalb wird der durch Studien geprüften Innovation die Hilfsmittelnummer verweigert.
Die Folge: Patienten bekommen den CAMO®ped nicht von der Kasse bezahlt, obwohl er nachweislich den Genesungsverlauf verbessert und den Patienten schneller wieder auf die Beine bringt. Nur fortschrittliche Kassen wie die AOK, DAK und Barmer übernehmen bisher die Kosten, wenn dies beantragt wird. OPED sieht sich – nicht zum ersten Mal – einem Abwehrmechanismus des Verbandes der Krankenkassen gegenüber, der durch Verschleppung des Verfahrens versucht, Innovationen vom Krankenkassenmarkt fernzuhalten. Schon mit der Vakuumorthese VACO®ped hat das Medizintechnik-Unternehmen Anfang diesen Jahres einen 11 Jahre dauernden Rechtsstreit gegen den Verband der Krankenkassen gewonnen. Nun scheint auch mit dem nächsten Reha-Produkt dieselbe Hinhaltetaktik ausgeführt zu werden.
Wenn die Entwicklungen der Pharma- und Medizintechnik-Firmen zwar von der Regierung gefördert werden, dann aber keinen Weg zum Patienten finden, muss man sich überlegen, ob das System tatsächlich zielführend ist.
Hintergrundinformation zum CAMO®ped:
CAMO®ped ist ein Therapiegerät, das gezielt die Koordination und Propriozeption der Patienten fördert.
Nach einer Verletzung oder Operation sind die Rezeptoren und Informationsbahnen zum zentralen Nervensystem gestört. Patienten haben eine gestörte Eigenwahrneh-mung und können dadurch das operierte Gelenk nicht optimal stabilisieren und steuern. Diese funktionelle Instabilität kann durch Üben mit dem CAMO®ped effektiv verringert werden. Der Patient wird mit diesem sicheren Hilfsmittel früh-zeitig in den Rehabilitationsverlauf eingebunden und nimmt aktiv Einfluss auf den Verlauf seiner Genesung.
OPED GmbH, Mühlbachweg 2, 83626 Valley, www.oped.de










