(openPR) München, 2. Juli 2007 - Eine Befragung der Münchner Agentur PR-COM zeigt, dass PR in Unternehmen hauptsächlich von Fachfremden gemacht wird - und oft nebenher.
Über zwei Drittel (68%) aller PR-Verantwortlichen in Unternehmen sind branchenfremd: Sie haben kein PR- oder kommunikationsspezifisches Studium absolviert. Dazu kommt, dass 24% der PR-Ansprechpartner PR nebenher erledigen, weil ihre Haupttätigkeit eine andere ist. Zu diesem Ergebnis innerhalb der PR-Branche kommt eine Umfrage, die die Beratungsgesellschaft für strategische Kommunikation PR-COM in München unter 126 PR-Verantwortlichen in mittelständischen und großen Unternehmen durchgeführt hat.
Die PR-Branche wächst und mit ihr auch die Anforderungen an deren Verantwortliche. Um die Nachfrage an qualitativ hochwertiger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit effizient bedienen zu können, fehlen aber die Profis und vor allem eine einheitliche Ausbildung für PR-Berufe. „Um die Professionalisierung der PR-Fachkräfte ist es schlecht bestellt, und es besteht akuter Handlungsbedarf", erklärt Alain Blaes, Geschäftsführer von PR-COM. „Die Studie zeigt, dass zwar immerhin 79% der PR-Ansprechpartner einen Hochschulabschluss haben, aber kaum einer das Handwerk von der Pike auf gelernt hat." Die Bestrebungen der Verbände sowie vereinzelte Studiengänge decken den Bedarf bei weitem nicht ab, meint Blaes. „Um in Zukunft ernst genommen zu werden, muss sich die Branche durch klar definierte Expertise abgrenzen. Es fehlt an Studiengängen, die inhaltlich auf eine PR-Tätigkeit abzielen und das Grundrüstzeug für den Berufseinstieg bereit stellen. Die neuen BA- und MA-Abschlüsse sollten in dieser Hinsicht unbedingt als Chance wahrgenommen werden."
In Sachen Professionalisierung der PR-Akteure ist die Kluft zwischen mittelständischen und großen Unternehmen im Übrigen lang nicht so tief, wie man annehmen könnte. Mittelständische stehen großen Unternehmen kaum nach, wenn es beispielsweise um die Hochschulbildung oder die Erfahrung der PR-Mitarbeiter geht. Das trifft auch auf den prozentualen Einsatz von Manpower zu: Im Mittelstand fließen durchschnittlich rund 38% der Kommunikationsarbeit in PR - wie bei den Großen. Einziger gravierender Unterschied: Im Mittelstand ist der Chef selbst doppelt so oft wie bei großen Unternehmen für die PR zuständig, nämlich in 16% der Fälle.
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