(openPR) • „Um Coaching-Qualität zu sichern, führt an Professionalisierung kein Weg vorbei!“
• Die verbandsunabhängige ICF-Zertifizierung steht auch Nicht-Mitgliedern offen
• ICF-Mitglieder unterliegen seit Jahresbeginn einem Zertifizierungszwang
Berlin/Wiesbaden, 6. März 2006 – Mit seiner Ende vergangenen Jahres veröffentlichten Studie „Das Scharlatanerieproblem – Coaching zwischen Qualitätsproblemen und Professionalisierungsbemühung“ hat der Hamburger Organisationssoziologe Prof. Dr. Stefan Kühl in den vergangenen Wochen für Aufsehen und teilweise heftige Diskussionen in der deutschen Coaching-Szene gesorgt. Widerspruch erfährt Prof. Kühl nun von Seiten der deutschen Sektion der International Coach Federation (ICF): Der Berufsverband sieht die in der Coaching-Branche zu beobachtenden Professionalisierungsbestrebungen – deren Effektivität von Prof. Kühl erheblich in Zweifel gezogen wird – als unverzichtbares Instrument der Qualitätssicherung an. „Die einzige Lösung des von Stefan Kühl zu Recht diagnostizierten ‚Scharlatanerieproblems’ besteht in einer konsequenten Professionalisierung des Coaching-Berufs“, erklärte Marius Hansa, Vorstandsmitglied der ICF Deutschland, heute in Wiesbaden. Insbesondere um der aus Klientensicht unerlässlichen Transparenz willen führe, so Hansa weiter, an einer Professionalisierung des Berufsbildes kein Weg vorbei; „gerade in Zeiten, in denen selbst die Tätigkeit von ‚Super-Nannys’ mancherorts als Coaching bezeichnet wird.“
Aus Sicht der ICF ist eine neutrale, von der Mitgliedschaft in bestimmten Berufsverbänden unabhängige Zertifizierung am besten geeignet, das Ziel der Professionalisierung zu erreichen. Marius Hansa verwies in diesem Zusammenhang auf die bereits 1998 eingeführte dreistufige ICF-Zertifizierung, die nicht nur die international am weitesten verbreitete, sondern auch die einzige weltweit anerkannte Coaching-Zertifizierung sei. „In vielen internationalen Konzernen und Organisationen, beispielsweise bei IBM und der NASA, ist eine ICF-Zertifizierung zwingende Voraussetzung für die Aufnahme in den Coaching-Pool“, betonte Hansa. Der neutrale Charakter der ICF-Zertifizierung werde dadurch gewährleistet, dass ihr Erwerb nicht an eine Mitgliedschaft in der International Coach Federation gebunden sei; vielmehr könnten sich auch verbandsunabhängige Coachs sowie Mitglieder anderer Verbände durch die ICF zertifizieren lassen – bei immerhin knapp 17 Prozent der Inhaber einer ICF-Zertifizierung handele es sich derzeit um Nicht-Mitglieder des Verbandes.
Äußerst strenge Maßstäbe legt die ICF seit Beginn dieses Jahres bei ihren eigenen Mitgliedern an: Jedes ICF-Mitglied ist verpflichtet, innerhalb dreier Jahre – von Anfang 2006 ab gerechnet – eine der drei ICF-Zertifizierungsstufen zu absolvieren. Bei diesen drei Stufen handelt es sich um „Associate Certified Coach“ (ACC), „Professional Certified Coach“ (PCC) und „Master Certified Coach“ (MCC). Wer diese Zielvorgabe nicht einhält, dem droht der Ausschluss aus dem Verband. „Mit dieser rigiden Maßnahme, die in der Coaching-Branche ihresgleichen sucht, leisten wir einen immens wichtigen Beitrag zur Professionalisierung des Berufsbildes und damit zur Qualitätssicherung von Coaching-Dienstleistungen“, kommentiert ICF-Deutschland-Vorstandsmitglied Marius Hansa den von seinem Verband eingeführten Zertifizierungszwang.
Die International Coach Federation (ICF) wurde 1992 in den USA gegründet und ist heute mit mehr als 9.500 Mitgliedern in 70 Ländern – darunter 17 Staaten Europas – die größte internationale Non-Profit-Organisation für professionelle Coachs. ICF Deutschland gibt es seit 2001, derzeit zählt die deutsche Sektion rund 70 Mitglieder. Voraussetzung der ICF-Mitgliedschaft sind Nachweise einer fundierten Coaching-Ausbildung sowie der aktuellen Tätigkeit als Coach. Zudem ist jedes ICF-Mitglied verpflichtet, innerhalb dreier Jahre eine der drei ICF-Zertifizierungsstufen zu absolvieren. Die ICF-Zertifizierung, bereits 1998 eingeführt, ist die international am weitesten verbreitete und zugleich die einzige weltweit anerkannte Coaching-Zertifizierung. In zahlreichen internationalen Konzernen und Organisationen (zum Beispiel IBM und NASA) ist eine ICF-Zertifizierung Voraussetzung für die Aufnahme in den Coaching-Pool. Die Zertifizierung ist nicht an eine Mitgliedschaft gebunden; auch verbandsunabhängige Coachs sowie Mitglieder anderer Verbände können sich durch die ICF zertifizieren lassen. Der Neutralität der ICF dient es auch, dass der Verband keine eigenen Ausbildungsinstitute betreibt.







