(openPR) Hannover, 17. Juli 2007 - Angesichts der intensiven Debatten zum Übergewicht plädiert die Techniker Krankenkasse (TK) dafür, Ess-Störungen wie Bulimie oder Magersucht nicht aus den Augen zu verlieren. So gab es 2005 in Niedersachsen 1.053 Einweisungen (ein Plus von rund drei Prozent gegenüber 2004) in ein Krankenhaus wegen dieser Diagnosen. Noch besorgniserregender ist dabei der Anstieg bei den unter Fünfzehnjährigen: Hier stiegen die Fälle um 15 Prozent.
Meist sind es Frauen, die in den Kliniken behandelt werden, überwiegend im Alter von 15 bis 30 Jahren. Aber auch bereits 121 Mädchen und 24 Jungen unter fünfzehn Jahren waren betroffen. "Eine Diät, um das heutige Schönheitsideal zu erreichen, ist häufig die Einstiegsdroge. Wer jedoch ständig hungert, spielt mit seinem Leben", warnt Frank Seiffert, Sprecher der TK-Landesvertretung. Eine chronische Unterernährung kann zu Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen führen. Oft folgen tiefe Depressionen und Angststörungen. 2005 starben in den Kliniken 13 Niedersachsen an den Folgen ihrer Essstörungen.
"Fehlernährung lässt sich nicht ausschließlich am Body-Maß-Index festmachen", so Seiffert. Die derzeitige Diskussion zum Übergewicht solle maßvoll und komplex sein. Wichtig sei eine Ausgewogenheit der Nahrungsbestandteile. Es gehe nicht nur darum, ausschließlich Kalorien zu zählen. "Das hilft weder den Dicken noch denen, die ihre Gesundheit durch übertriebene Diäten und falsche Körperwahrnehmung ruinieren", betont Seiffert.



