(openPR) Akupunktur wirkt. Das ist mittlerweile bei einer Vielzahl von Erkrankungen auch durch klinische Studien erwiesen. Dementsprechend stieg die Zahl der in Deutschland akupunktierenden Ärzte innerhalb der letzten 10 Jahre auf über 30.000. Immer mehr Patienten möchten sich behandeln lassen, stehen aber vor der Frage: Wie finde ich einen guten Akupunkteur? Ist der erstbeste Arzt auch der richtige?
„Akupunktierende Ärzte können ganz unterschiedlich qualifiziert sein“, so Dr. Hans Michael Koch, Chefarzt der Abteilung für Chinesische Medizin des Johanniter-Krankenhauses im niedersächsischen Bramsche. Akupunktieren darf, wer ein A-Diplom (140 Stunden) oder ein umfangreicheres B-Diplom (350 Stunden) erlangt hat. Daneben gibt es noch die Zusatzbezeichnung Akupunktur auf dem Praxisschild, die die Landesärztekammern nach einem 200-stündigen Curriculum plus Prüfung vergeben. „Patienten sollten konkret nachfragen, ob der Arzt ein B-Diplom bei einer akkreditierten, anerkannten Gesellschaft erlangt hat und ob er mehrmals täglich oder nur gelegentlich Nadeln setzt“, empfiehlt Koch, der vor zwei Jahren die Qualitätsinitiative Akupunktur mit gegründet hat.
Gemeinsam mit namhaften Fachkollegen hat er Kriterien ausgearbeitet, an denen sich Patienten orientieren können. Zu diesen zählt die schulmedizinische und die chinesische Diagnose zu Beginn jeder Behandlung und die anschließende Formulierung eines Therapieplans. Wichtig: Jeder Patient sollte individuell behandelt werden, die Nadelung der immer gleichen Punkte nach Schema F ist kein Zeichen für eine hochwertige Akupunktur.
Entgegen der verbreiteten Sorge vieler potentieller Patienten tut Akupunktur auch nicht weh – vorausgesetzt der Therapeut besitzt eine gute Nadeltechnik und verwendet hochwertige Nadeln. „Der Einstich darf nicht schmerzhaft sein“, weiß Experte Koch. „Erwünscht ist hingegen das sogenannte De-Qi-Gefühl – eine dumpfe Druck- und Wärmeempfindung ähnlich einer elektrischen Reizung zeigt hierbei an, dass die Energie (Qi) ins Fließen kommt.“ Wer ganz auf Nadeln verzichten möchte, kann sich auch mit einem Softlaser behandeln lassen.







