(openPR) In einer empirischen Studie zur Stilisierung des Geschlechts von Jugendlichen wurden anhand einer Lebensstilanalyse bedeutsame Einflussgrößen der weiblichen und männlichen Geschlechtsrollenorientierung in Form von unterschiedlichen Stilisierungsmerkmalen (Mode, Medienkonsum, Freizeitverhalten, Risikoverhalten) identifiziert. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Risikoverhalten Jugendlicher im gesundheitlichen und delinquentenden Bereich.
Dabei zeigt sich, dass der jeweilige Lebensstil der interaktiven Konstruktion von Geschlechtlichkeit ("doing gender") dient. D.h. unterschiedliche Verhaltensweisen und Stilisierungen dienen der Demonstration der Geschlechtlichkeit. Dadurch können sich Jungen besonders maskulin und Mädchen feminin zeigen, aber es sind auch gegenteilige Stilisierungen möglich: nähmlich der feminine Junge oder das maskuline Mädchen. Es ist also nicht mehr das biologische Geschlecht ausschlaggebend, sondern die Stilisierung des Jugendlichen. Risikoverhaltensweisen dienen dabei besonders nachdrücklich einer maskulinen Stilisierung. Mit der Studie wird die These des "doing genders" erstmalig im deutschsprachigem Kulturraum "überprüft" und bestätigt.
http://home.arcor.de/j_raithel/gender.htm









