(openPR) Lüneburg, 03.07.2007 - Anstrengungen bei der Exploration treten nur dürftige Resultate zu Tage. Vor Jahren, als die Ölindustrie ungenügende Mittel für die Entdeckung neuer Vorkommen zur Verfügung hatte, gab es Grund zu der Annahme, dass die Stagnation bei der Entwicklung der Reserven, auf die wirtschaftlich bedingte Untätigkeit zurückzuführen sei. Diese Annahme gilt nun nicht mehr. Damit rückt die Vermutung näher, dass es tatsächlich nicht mehr zu entdecken gibt.
Sollten also die Öl- und Gaspreise und in ihrem Schlepptau auch die Preise regenerativer Energieträger als Folge des vermuteten Peak Oil unaufhaltsam steigen? Bei anhaltender Verbrauchssteigerung wird es kaum anders sein. Wie aber würden Spekulanten reagieren, wenn die Energiewende durch eine Effizienzrevolution gelänge? Diese Frage wird bis auf weiteres offen bleiben müssen. Denn zu dieser Revolution wird es einstweilen noch nicht kommen. Es wird zwar viel darüber geredet. Es wird aber nicht entsprechend gehandelt. Noch herrscht die Meinung, dass es nur am richtigen Energieträger mangelt, um das Preisproblem in den Griff zu bekommen. Solange der Verbrauch wächst, kann das nicht funktionieren, da die Endlichkeit der zur Verfügung stehenden Ressourcen ständig aufs Neue aufträte. Das gilt heute für Öl und Gas. Es gilt morgen für Bioöl und Biogas und sogar für verfügbare Standorte, um aus Wind und Sonne Nutzenergie zu machen. An der fehlenden Speicherung letzt genannter scheitert ein nennenswerter Anteil am Energiemix übrigens immer noch.
Nicht nur für Öl- und Gasverbraucher kann die logische Schlussfolgerung nur lauten: der beste Schutz vor steigenden Brennstoffpreisen ist eine moderne und vor allen den Dingen effiziente Heizung und ein gut gedämmtes Haus. Denn nichts drückt die Brennstoffkosten mehr, als die Senkung des Verbrauchs. Wenn diese Haltung im großen Stil Einzug hielte, würden die Bullen am Ölmarkt vermutlich sehr schnell das Lager wechseln und die Preise zum Einsturz bringen.
Heute Morgen hält sich der Gasölpreis auf dem Niveau von gestern Abend. Die Tonne kostet 630,50 $. Das ist nicht mehr viel weniger als vor einem Jahr.
Unsere Heizölpreise halten ihren Seitwärtskurs. Der Preissteigerung am Weltmarkt steht ein drastischer Dollarverfall gegenüber. Dieser dürfte vermutlich eher beendet sein, als der zu erwartenden Preisauftrieb für Öl. Daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Heizöl in den kommenden Wochen teurer wird. Die Gegenreaktion im Inland auf die seit Wochen extrem niedrigen Margen wird ein Übriges dazu beitragen.
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