(openPR) Eine Woche in der ATR-Redaktion ist zu Ende - eine Woche, die die Mitglieder der ATR-Redaktion sehr nachdenklich gemacht hat. Drei Fälle gab es in dieser Woche, die in der Redaktion der einzigen deutschsprachigen Wochenzeitung für die Türkei bearbeitet wurden und die türkische Justiz und die türkische Polizei betrafen.
Doch nur einer der drei Vorfälle hat auch den Weg bis in die neueste Ausgabe der Aktuelle Türkei Rundschau geschafft. Ein 17-jähriger Deutscher befindet sich seit Ostern in Antalya in Untersuchungshaft, weil die Eltern eines 13-jährigen Mädchens bei der türkischen Polizei Anzeige gegen ihn erstattet haben. Bis heute ist nicht genau bekannt, was dem jungen Mann vorgeworfen wird. Verführung einer Minderjährigen durch einen Jugendlichen könnte man annehmen, doch das Mädchen selber soll erklärt haben, dass außer Flirten zwischen ihm und dem jungen Mann nichts gewesen sei.
Was also hat die Eltern veranlasst, ausgerechnet bei der türkischen Polizei Anzeige zu erstatten, mussten sie doch wissen, welche Konsequenzen das für den jungen Mann haben würde. Bedauerlich ist aber auch, dass die türkischen Justizbehörden den Fall nicht schnellstmöglich zu einem Abschluss gebracht haben.
Man fragt sich: warum diese Härte von türkischer Seite, obwohl es sich bei allen Beteiligten um Ausländer handelt und die beiden beteiligten - Mädchen wie junger Mann - die von den Eltern und von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe zurückweisen.
Alle Versuche der deutschen diplomatischen Vertretungen in der Türkei, für den 17-jährigen zumindest eine Freilassung aus der Untersuchungshaft zu erreichen, sind bisher gescheitert. Eine erste Verhandlung wurde ohne Ergebnis beendet und eine neue Verhandlung erst für den 6. Juli festgesetzt wurde. Bis dahin besteht die türkische Seite weiterhin darauf, dass der 17-jährige in Untersuchungshaft bleibt.
Eine andere Form von Härte sollen in einem Fall, über den der ATR-Redaktion vor wenigen Tagen berichtet wurde, haben vier Männer im Raum Alanya durch einen Polizeieinsatz „kennen gelernt“. Die Abläufe bei der Festnahme der Personen erscheinen– bezogen auf das Jahr 2007 - so unglaublich, dass die ATR darüber nicht weiter berichten will, so lange ihr nicht weitere verlässliche Informationen dazu vorliegen.
Zumindest einer der Festgenommenen wurde nach den der ATR vorliegenden Informationen bei den Vernehmungen so ernsthaft verletzt, dass er sich nach seiner Freilassung in ärztliche Behandlung begeben musste und zwei Tage nicht arbeiten konnte. «Ob wir über diesen Fall weiter berichten können, ist derzeit allerdings noch fraglich, da der Betroffene weitere Repressalien befürchtet, wenn er sich öffentlich zu den Vorgängen äußert,» erklärt dazu der Chefredakteur der ATR, Jürgen P. Fuß.
Zwei von vielen anderen Themen der Ausgabe von 23. Juli 2007:
? Ilisu-Staudamm – Finanzierung bekommt Risse
? Deutsche Tagesbildungsstätte als Vorbild für Fethiye
Aktuelle Informationen zur Türkei finden Sie in der neuesten Ausgabe der Aktuellen Türkei Rundschau. Sie steht ab
Samstag,. 23. Juni 2007 auf der ATR-Homepage zur Verfügung:
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Dort können auch die Kalenderblätter für den Monat Juni abgerufen werden.
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