(openPR) Wie in jeder Woche hat die einzige deutschsprachige Wochenzeitung für die Türkei auch diesmal wieder die türkische Politik im Spiegel der türkischen Presse unter die Lupe genommen.
TÜRKEI, DIE PKK UND DER IRAK
Nach wie vor ist das Verhältnis der Türkei, zu der PKK dadurch gekennzeichnet, dass die türkische Seite diese als Terroristen eingestufte Organisation nicht als einen Verhandlungspartner akzeptieren will, mit dem man eine politische Lösung finden kann. Zumindest solange nicht, wie die PKK nicht ihre bedienungslose Kapitulation erklärt habe. Das jedenfalls ist immer noch die offizielle Sprachregelung in der Türkei, die insbesondere von der militärischen Führung vertreten wird.
ERDOGAN KOMPROMISSBEREIT
Umso mehr haben Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayip Erdogan auf seiner jüngsten Turkmenistan-Reise in der Türkei für Aufmerksamkeit - um nicht zu sagen Aufregung – gesorgt. Türkischen Presseberichten nach soll der türkische Ministerpräsident gesagt haben: „Es können Schritte zur Entwicklung der Beziehungen mit der regionalen kurdischen Regierung im Nordirak getan werden. Warum nicht? Vorausgesetzt diese Annäherung bringt Ruhe, Frieden und ebnet Wege für positive Entwicklungen. Wenn jeder von uns gesetzte Schritt für uns und für sie Ruhe bringt, dann sind wir dazu jederzeit bereit.“
VIELE HARDLINER SIND DAGEGEN
Ganz neu sind solche Äußerungen des Ministerpräsidenten nicht, denn bereits im letzten Jahr hatte er bei einem Besuch im Osten der Türkei sich durchaus gesprächsbereit mit den Kurden gezeigt und dafür heftige Kritik einstecken müssen. So heftig, dass er kurze Zeit später seine Aussagen die facto wieder zurück nahm.
Auch diesmal sind die Hardliner in der Türkei sofort wieder auf den Plan getreten.
Der Generalstabschef Yasar Büyükanit mit seiner Feststellung, dass es keinerlei Veränderung in der auf den Kampf gegen die PKK gerichteten Politik der türkischen Streitkräfte gebe, ebenso wie der Oppositionsführer und Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP) Deniz Baykal. Er machte deutlich, dass beim Kampf gegen den Terror der entschiedene Kampf gegen Drittländer, die dem Terror Schutz bieten, notwendig sei. Wer die Verhältnisse kennt, weiß, dass damit an erster Stelle der Irak gemeint ist.
PRESSEKOMMENTAR VERTRITT HARDLINER-LINIE
«Besondere Bedeutung messen wir einem Kommentar, der in der Türkei erscheinenden Tageszeitung Hürriyet bei, der ebenfalls in dieser Woche erschienen ist, und sich äußerst kräftig mit den Kompromisse signalisierenden Äußerungen des Ministerpräsidenten auseinandersetzt,» begründet der Mit-Herausgeber der ATR Jürgen P. Fuß, den ungekürzten Abdruck dieses Kommentars in der neuesten Ausgabe der Aktuellen Türkei Rundschau. «Der Kommentar macht deutlich, wie schwer es der türkische Ministerpräsident und seine Regierung habe, von den traditionellen Denkschemata auch nur ein kleines Stück abzurücken. Wären sie nicht an der Regierung, würde man sie wahrscheinlich wegen Beleidigung des Türkentums vor Gericht stellen ... !»
Weitere interessante Informationen zur Türkei finden Sie in der neuesten Ausgabe der Aktuellen Türkei Rundschau. Sie kann gegen einen geringen Kostenbeitrag im Internet als pdf-Datei heruntergeladen werden, um sie am Bildschirm zu lesen oder im A4-Format auszudrucken.
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Aktuelle Türkei Rundschau & Prima Leben – ATR -
Einzige deutschsprachige Wochenzeitung für die Türkei
Hrsg.: Jürgen P. Fuß & Andrea Morawe
? Die Aktuelle Türkei Rundschau (ATR) - war die erste überregionale deutschsprachige Print-Wochenzeitung in der Türkei.
? Die ATR erscheint seit 2004. Im Mai 2006 wurde die vierzehntägig erscheinende Zeitung «Prima Leben» in die ATR integriert. Seither erscheint die Zeitung unter dem Titel «Aktuelle Türkei Rundschau – Prima Leben» - ATR-













