(openPR) Die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat kritisiert, dass die Mehrzahl der Erfurter Schulhöfe den Kindern und Jugendlichen nicht ganztägig zugänglich sind. Oberbürgermeister Andreas Bausewein hatte bei der Beantwortung einer Anfrage des Stadtrates Michael Panse (CDU) erklärt, dass deshalb eine Beteiligung am DFB-Programm zur Sanierung und zum Neubau von Bolzplätzen nur im Einzelfall möglich sei. Stadtrat Panse erläutert dazu:
„Von den 45 Ballspielanlagen bzw. Bolzplätzen der Landeshauptstadt müssen 20 umfassend instandgesetzt werden. Der notwendige Finanzbedarf wird von der Stadtverwaltung mit rund 240.000 € beziffert. Vor diesem Hintergrund ist es enttäuschend, dass Erfurt sich am DFB-Programm nicht beteiligen kann, weil Bolzplatzneubauten an derzeit geschlossenen Schulhöfen scheitern. Insbesondere in den auch aus Sicht der Verwaltung unterversorgten Wohngebieten Drosselberg und Daberstedt hätte das DFB-Programm helfen können Engpässe zu beseitigen.“
Die CDU-Fraktion fordert von der Stadtverwaltung als Schulträger ein Konzept, um schrittweise alle Schulhöfe der Landeshauptstadt zu öffnen.
Abschließend erklärt Panse dazu:
„In einer Zeit, in der sich Schulen im Rahmen der Schuljugendarbeit immer mehr für Ganztagsangebote öffnen ist es falsch, Schulhöfe nach Unterrichtsschluss abzuschließen und damit de facto zur Kinder- und Jugendlichenfreien Zone zu erklären. Wir wollen, dass Kindern und Jugendlichen gerade im innerstädtischen Nahraum mehr Platz gegeben wird. Die CDU wird dies zum Thema im Stadtrat und im Jugendhilfeausschuss machen.“
Mit einer erneuten Stadtratsanfrage will Panse nun Auskunft zur Bereitschaft der Stadtverwaltung, Schulhöfe ganztägig nutzbar zu machen.










