(openPR) Unzufrieden mit dem Ergebnis der Beantwortung seiner Stadtratsanfrage zur "Ganztägigen Nutzbarkeit von Erfurter Schulhöfen" ist CDU-Stadtrat Michael Panse.
Ausgehend von der DFB-Initiative zum Neubau und zur Sanierung von Bolzplätzen im Umfeld von Schulen hatte er angefragt, welche Erfurter Schulhöfe überhaupt öffentlich zugänglich sind und welche Perspektiven Oberbürgermeister Andreas Bausewein zu einer Öffnung von weitere Schulhöfen aufzeigen kann.
Die dazu jetzt erfolgte Beantwortung ist für Panse ernüchternd. "Aufgrund der in den vergangenen Jahren gesammelten Erfahrungen stehen die Schulen und das Schulverwaltungsamt weiteren Schulhoföffnungen kritisch gegenüber." dies schreibt der Oberbürgermeister in seiner Antwort.
Kritisch merkt Panse dazu an:
"Lediglich sechs Erfurter Schulen haben ihre Schulgelände, zum Teil auch nur zeitlich eingeschränkt, geöffnet. Demgegenüber listet die Verwaltung erhebliche Probleme an sechs ehemals geöffneten Schulhöfen auf.
Insbesondere an der Grundschule 1 gab es in der Vergangenheit Vandalismus, Verunreinigungen und Lärmbelästigungen. Angesichts solcher Probleme verstehe ich, dass Lehrer und Eltern auf eine vorübergehende Schließung dieses Schulgeländes drängen. Eine Lösung des Problems ist dies jedoch nicht. Bei den an der GS 1 aufgetretenen Problemen sind letztlich Polizei, Ordnungsamt und Streetworker gefragt.
Kein Verständnis habe ich aber dafür dass diese Vorkommnisse an sechs Schulen dazu herhalten müssen, eine weitergehende Öffnung anderer Erfurter Schulhöfe durch die Verwaltung abzulehnen. Als Argument wird vom Schulverwaltungsamt noch hinzugefügt, dass es in Erfurt nur wenige attraktive Schulhöfe gäbe welche für Freizeitbetätigungen wie Sport und Spiel geeignet wäre. Dieses Argument ist ein Armutszeugnis. Wenn wir in Erfurt weiter solche Gelegenheiten wie das DFB-Bolzplatzprogramm ungenutzt verstreichen lassen, wird sich daran wohl leider auch in Zukunft nur wenig ändern."










