(openPR) Angesichts des in einzelnen Berufszweigen vorherrschenden Fachkräftemangels ergibt sich die Frage, ob Unternehmen mit ihren Anforderungsprofilen die Trauben nicht zu hoch hängen oder ob undifferenzierte Kompetenzen von Bewerbern gefordert werden, die in der Folge den Recruitingprozess zu einem Vabanque-Spiel verkommen lassen.
Durch zu unkonkrete Formulierungen und unterschiedliche Auffassungen der geforderten Kompetenzen geht die notwendige Zielgerichtetheit gegebenenfalls jedoch verloren. Welcher Bewerber würde nicht von sich behaupten, teamfähig, flexibel, kreativ und zuverlässig zu sein?
Mit der Verwendung der Schlüsselbegriffe in einer Stellenanzeige werden somit Bewerberströme beeinflusst, d.h. „Klasse versus Masse“. Beide Extreme sind für die Recruiter im Hinblick auf die Erreichung ihrer Leistungsziele wenig befriedigend. Ein zu hohes Bewerberaufkommen verursacht erhebliche Kosten-, Zeit- und Effektivitätsnachteile; ein zu geringes Bewerberaufkommen kann die Zielerreichung komplett konterkarieren.
Unabhängig von Berufsfeldern und Zielgruppen werden in Stellenanzeigen immer wieder die 10 gleichen Kompetenzen gefordert.
Professor Dr. Christoph Beck von der Fachhochschule Koblenz bringt nun Transparenz in das Kompetenz-Chaos. Er analysierte insgesamt 4.200 Stellenanzeigen (600 pro Berufsfeld) hinsichtlich der von Unternehmen in Stellenanzeigen geforderten Kompetenzen und wertet diese für die Zielgruppen Führungskräfte, Fachkräfte und Spezialisten sowie Sachbearbeiter aus.
Darüber hinaus bringt er Ordnung in das bestehende Kompetenz-Chaos und stellt anhand eines Kompetenz-Radars Klarheit bei der Synonymvielfalt der Einzelbegriffe her, um bei den Verantwortlichen der Fachabteilungen, Personalern und auch Bewerbern eine bessere und einheitlichere Interpretation dieser Begriffe zu ermöglichen.
Kompetenzanforderungen IT / Telekommunikation
Im Bereich der IT/Telekommunikation sind Berufserfahrung und Spezialwissen in diesem Berufsfeld von besonderer Bedeutung. Die Kompetenzforderung nach einem abgeschlossenen Studium ist bereits auf der Hierarchieebene der Sachbearbeiter (Rang 3) im Vergleich zu anderen Berufsfeldern relativ hoch. Bei den Führungskräften ist das Studium die TOP-Kompetenzforderung Nummer 1. Auffällig ist die hohe Bedeutung der Forderung nach Deutschkenntnissen bei den Sachbearbeitern, was auf ein hohes internationales Bewerberaufkommen schließen lässt. Die EDV-Kenntnisse scheinen in diesem Berufsfeld schon selbstverständlich und belegen bei den Kompetenzforderungen daher „nur“ den Platz Neun. Die Spezialkenntnisse, welche sich ebenfalls sehr stark auf spezielle EDV-Kenntnisse beziehen, belegen hingegen den Platz 2. Kommunikations- und Teamfähigkeit sind mit Platz fünf und sechs vergleichsweise hoch platziert.
Die komplette Studie steht kostenfrei zum Download zur Verfügung:
http://www.crosswater-systems.com/ej_bestellung_FHK_Beck_Studie_2007_Kompetenz.htm










