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Aus dem Hörsaal ins Labor – Praxisnahe Ausbildung als Wirtschaftsmotor

29.01.200916:23 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Fachkräftemangel trotz Krise lautet das Dilemma, vor dem die deutsche Wirtschaft steht. Noch stärker als vorher gilt es deshalb, in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten die praxisnahe Ausbildung von Fachkräften zu fördern und das innovative Potenzial Deutschlands für die Zukunft zu sichern.



So viel ist klar: 2009 verspricht, für viele ein schwieriges Jahr zu werden. Den Unternehmen fällt die nicht gerade leichte Aufgabe zu, trotz der anhaltenden Schreckensmeldungen aus der weltweiten Wirtschaft, Optimismus und Vertrauen auszustrahlen und an bereits geplanten Investitionen und Strategien festzuhalten. Denn entscheidend ist es augenblicklich, welche deutschen Firmen bereits in den vergangenen Jahren finanziell vorgesorgt und auch bei der Aus- und Weiterbildung bestehender und zukünftiger Mitarbeiter langfristig gedacht haben. Das Land steht vor dem paradoxen Dilemma, trotz höherer Arbeitslosenzahlen noch immer einem bedrohlichen Fachkräftemangel gegenüber zu stehen. Ohne entsprechende Maßnahmen kann dieser in den nächsten Jahren zu zusätzlichen Gewinnverlusten führen. Zusätzlich zu der angespannten wirtschaftlichen Lage, bedeutet dies für einige Unternehmen eine große Belastung.

Handlungsbedarf
Faktoren für den nach wie vor existenten Mangel an Nachwuchsfachkräften sind Probleme, die schon vor der Wirtschaftskrise bekannt waren: Zum Einen der demografische Wandel, zum Anderen mangelnde Strukturen im Aus- und Weiterbildungssystem. Schon in der Ausbildung sollte stärker auf mögliche Laufbahnen hingewiesen und entsprechend benötigte Kompetenzen vermittelt werden. Doch obwohl die Management- und Führungsqualifikationen der Ingenieure von den Personalentscheidern als unzureichend bewertet werden, wird in diesen Bereichen
wenig investiert.
Einer Studie des Verbandes Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) zufolge, seien Investitionen in Personalentwicklung und Weiterqualifizierung dringend notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Für das Unternehmen seien sie darüber hinaus sehr lohnenswert, da gerade Ingenieure eine sehr lange durchschnittliche Bindung an ihre Unternehmen aufwiesen. Auch die Industrie- und Handelskammer stellt fest: Ausbildung bedeute Qualifikation nach Maß, weniger Fehlbesetzung, weniger Personalwechsel, geringere Einarbeitungskosten und geringere Anwerbekosten. Die Motivation, um hier trotz Krise nachhaltig zu investieren, sollte also gegeben sein.

Förderung
Möglichkeiten der Investition gibt es viele. ifm electronic, Hersteller für Automatisierungstechnik, unterstützt beispielsweise ein Hochschulstipendium für Bachelor Studenten ausgewählter Ingenieurstudiengänge. Ab dem dritten Semester wird für die Dauer der Regelstudienzeit die Studiengebühr übernommen. Darüber hinaus haben die Studenten die Möglichkeit ihre Bachelor und oder Seminar-Arbeit beim Unternehmen zu schreiben oder dort ein Praktikum zu absolvieren. Regelmäßiger Kontakt zum Unternehmen und damit gezielte Einblicke in den technischen Alltag sind wichtige Schwerpunkte des Stipendiums. Bei der Auswahl der Stipendiaten stehen nicht nur Kriterien wie Studienleistung im Vordergrund. Soziales Engagement und das persönliche Gespräch haben einen gleichrangigen Stellenwert. Auch bei der Berufsausbildung legt die ifm großen Wert auf Realitätsnähe. Beispielsweise haben kaufmännisch Azubis der Tettnanger Niederlassung einen „Juniorfirma“ gegründet, die als ifm-Fanshop intern Fanartikel vertreibt. So können die Lehrlinge Gelerntes direkt umsetzen. Durch Förderungen dieser Art haben Unternehmen die Möglichkeit Fachpersonal mit hoher technischer Kompetenz zu finden, die speziell auf die firmeneigenen Prozesse ausgerichtet sind. Das Ziel ist dabei die Übernahme des Stipendiaten und seine nachhaltige Einbindung in das Unternehmen. Für die Studenten bedeutet dies zudem eine nachhaltige Qualifizierung und die Chance auf eine langfristige Anstellung mit Karrieremöglichkeiten innerhalb des Unternehmens.

Zusammenarbeit
Ein Schlüsselfaktor für die nachhaltige Minderung des Fachkräftemangels ist daher die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und Ausbildungsinstituten wie Schulen, Hochschulen und Universitäten. Mit dem Verzicht auf Vorrangprüfung bei der Vergabe von Arbeitsplätzen für Akademiker hat die Regierung im Sommer 2008 bereits eine Öffnung des Arbeitsmarktes bewirkt und die Zuwanderung von hoch qualifizierten Fachkräften aus dem EU-Ausland möglich gemacht. Auf diese Weise ist zwar ein erster Schritt getan, um kurzfristigen Engpässen beim Fachkräftemangel entgegenzuwirken, doch die Investition in den heimischen Arbeitsmarkt und seine Talente und Ideenträger sollte gerade in diesen krisengeprägten Zeiten nicht in den Hintergrund geraten. Nur durch eine breite Förderung von jungen Fachkräften kann sich Deutschland auch langfristig seinem Ruf als attraktiver Innovationsstandort in Europa gerecht werden.

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