(openPR) Betriebsräte wünschen sich ein ebenbürtiges Verhältnis gegenüber dem Vorstand. Doch in der sozialen Topographie sehen sie sich meist quasi-untergeordnet, etwa vergleichbar der Position mittlerer Führungskräfte. Dies ergab eine Studie von PD Dr. Erhard Tietel ( Akademie für Arbeit und Politik, Bremen).
Betriebsräte sehen sich vom Management "nicht in dem Maß anerkannt, wie sie dies wünschen, anstreben oder auch einfordern."
"Der Anspruch von Betriebsräten, als Führungskraft wahrgenommen und behandelt zu werden, ist deutlich gestiegen. Die Zurückweisung durch die Geschäftsleitungen führt zu relevanten Missachtungserlebnissen."
Betriebsräte verorten ihr Gremium in der realen Unternehmenswelt sehr unterschiedlich. "Die Spanne reicht von der Einordnung ´mindestens auf der Ebene der leitenden Angestellten direkt unter dem Vorstand´ über mittlere Placierungen ´keine zwei Etagen unter der Geschäftsleitung´ sowie ´die Geschäftsleitung sitzt oben und wir in der Mitte´ bis hinunter ´zum Hochparterre´."
Titel registrierte allerdings auch "den Stolz eines alten Gewerkschafters" mit der Äußerung: "Der Betriebsrat spielt heute eine große Rolle hier im Haus. Das war früher vom Denken der Geschäftsleitung her anders. Da war der Betriebsrat ziemlich unten, im Erdgeschoss."
Erhard Tietel:
Der Ort des Betriebsrates in der sozialen Topographie des Betriebes
"Wirtschaftspsychologie" 1/2007, S. 106-115













