(openPR) IMPHOS: Phosphatdünger für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft
Bis zum Jahr 2050 wird nach Prognosen die Weltbevölkerung von gegenwärtig 6,6 Milliarden auf 9,4 Milliarden anwachsen. Der jährliche Zuwachs von 80 Millionen Menschen entspricht damit der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Die ansteigende Weltbevölkerung und der damit wachsende Bedarf an Nahrungsmitteln sind somit wichtige Herausforderungen unserer Zeit. Bereits im frühen 20. Jahrhundert konnte in Europa eine Nahrungsmittelknappheit durch den Einsatz von Phosphatdüngern bewältigt werden. Tatsächlich wuchsen die Ernten in Europa nicht allein durch den Einsatz von Nitratdüngemitteln, solange nicht auch Phosphatdünger zum Einsatz kamen. Bis 1936 wurde mehr Phosphat (in Form von P2O5) als Nitrat in sechs europäischen Ländern eingesetzt (Holland, Belgien, Deutschland, Dänemark, Großbritannien und Frankreich). Somit wurde der vorherrschende Phosphatmangel in vielen europäischen Böden beseitigt.
Das zukünftige Wachstum an erzeugten Lebensmitteln hängt von der verfügbaren Ackerfläche ab. Derzeit werden 4,9 Milliarden Hektar als Ackerflächen genutzt (ca. 37 Prozent der Landflä-che der Erde). Wahrscheinlich können zwischen 0,5 und 1,8 Milliarden weitere Hektar Landfläche kultiviert und für die Landwirtschaft nutzbar gemacht werden. Die meisten dieser Flächen liegen in Afrika und Südamerika. Es handelt sich hierbei um zumeist kargen Boden, für den weitere Regenwaldflächen abgeholzt werden müssten. Dies würde gravierenden Einfluss auf den Klimawandel und die Artenvielfalt haben.
Das Welt-Phosphat-Institut (IMPHOS) engagiert sich für die Erforschung des nachhaltigen Einsatzes von Phospatdüngemitteln in der Landwirtschaft. Durch den verstärkten Einsatz von Phosphatdüngern ließe es sich vermeiden, weitere Landstriche in Ackerflächen umzuwandeln.
Heute verbrauchen die Staaten der EU rund 3,3 Millionen Tonnen P2O5 als Phosphatdünger in einer sehr wettbewerbsfähigen Landwirtschaft. Mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungsversorgung ist von Düngemitteln abhängig, darunter auch von Phosphatdünger. Diese werden aus Phosphatgestein gewonnen, einem endlichen natürlichen Rohstoff, der hauptsächlich in Nordamerika, Nordafrika, China und Russland abgebaut wird.
Um eine ökologische Nachhaltigkeit zu erreichen, muss die Landwirtschaft besonders auf Umweltauflagen achten. Besonders die Auswirkungen der Landwirtschaft auf den Klimawandel finden besondere Beachtung. Mit Hilfe von Phospatdüngern lässt sich die Effizienz der Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen erhöhen – Waldflächen können bestehen bleiben. Zur Erfüllung der Vorgaben des Kyoto-Protokolls und zur Befriedigung des wachsenden Bedarfes an Nahrungsmitteln ist eine bessere Ausnutzung der begrenzten Anbauflächen notwendig. Der Druck auf die europäische Landwirtschaft, den Ertrag pro Hektar zu erhöhen, steigt stetig an. Insbesondere Entwicklungsländer sind in noch stärkerem Maße mit dieser Herausforderung konfrontiert. Oftmals werden deswegen tropische Regenwälder und Wiesen in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt.
Bauern haben weltweit bestätigt, dass der Einsatz von Phosphatdüngern hilft, eine nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung zu fördern und den Klimawandel zu bekämpfen. Das trifft insbesondere auf Deutschland zu, wo gezeigt wurde, dass Phosphatdünger die Erträge steigern und die Qualität der Nahrungsmittel (Nährstoffgehalt) erhalten. Die breite Anwendung von Phosphaten auch im Ökolandbau spricht für ihre Unbedenklichkeit und den Nutzen für die Landwirtschaft.
Anders in Polen, wo der verminderte Einsatz von Phosphatdüngern auch den Rückgang der Agrarproduktion nach sich zog. Die Produktionsindices der FAO (Welternährungsorganisation der UNO) für Polen bezüglich Ackerfrüchte und Tierproduktion zeigen, dass das relative Niveau der aggregierten Volumina aus Ackerfrüchten und Tierhaltung schrittweise im Jahr 2001 um 16 % bzw. 22 % im Vergleich zum Basisjahr 1989 gefallen ist. In diesem Zeitraum ist der Phosphatdüngerverbrauch landesweit von 925 000 auf 270 000 Tonnen P2O5 gefallen.
Bei Feldexperimenten in Polen zum Gebrauch von Phosphatdüngern konnte das Welt-Phosphat-Institut (IMPHOS) nachweisen, dass die Verwendung von Phosphaten beim Anbau von Weizen den totalen Proteingehalt um mehr als 70 %, von 9,4 % auf 16,3 %, zu steigern vermochte. Proteinangereichter Weizen hat einen hohen Wert bei der Herstellung von Brot. Indem Phosphor hinzugefügt wird, können die Bauern ihre Erträge steigern, höhere Marktprei-se erzielen und somit ihre Einkommen steigern. Das gleiche gilt für Zuckerrüben, bei denen Phosphor den Zuckergehalt steigert.
Saure Böden in Europa ermöglichen es, das Phosphatgestein direkt anzuwenden. Die stark saure Natur einiger Böden ist am besten für den Gebrauch dieser relativ kostengünstigen Form des Phosphatdüngers geeignet. Feldversuche von IMPHOS, die von 2002 bis 2006 in Polen in Kooperation mit der Landwirtschaftlichen Universität von Poznan auf der Brody Research Station und Feldern in den Orten Bodzewo, Wieszczyczyn, Ziemiecin und Donatowo durchgeführt wurden, zeigten ohne Zweifel, dass die Erträge und die gewünschte Qualität der Zuckerrüben, des Winterweizens und des Rapses gesteigert werden konnten.
In Belgien wird Phosphatgestein extensiv im Ökolandbau genutzt und ist als wichtige Nähr-stoffquelle anerkannt. Außerdem ist die Rolle von Phosphatdüngern bei der Reduktion von Nitratverschmutzungen in Flandern anerkannt. Dasselbe gilt für Großbritannien. In Spanien haben wissenschaftliche Studien die Vorteile der Nutzung und die Defizite für die spanische Landwirtschaft beim Verzicht auf Phosphatdünger deutlich gemacht.
In einigen europäischen Ländern herrschen Bedenken über die Auswirkungen des Cadmium-gehaltes im Phophatgestein. Jedoch gibt es keine wissenschaftlich belastbaren Beweise für die Auswirkungen auf die Umwelt. Laut einer Aussage der wissenschaftlichen Kommission der EU gibt es keine immanenten gesundheitlichen Risiken für den menschlichen Organismus. Sie gab der EU den Rat, keine Entscheidungen über die Begrenzung des Einsatzes von Phosphatdüngern zu fällen, bis nicht verlässliche Daten zur Verfügung stehen würden. Sollte der Einsatz von Phosphatdüngern in der EU begrenzt oder gar verboten werden, hätte dies ver-heerende Auswirkungen auf die europäische und weltweite Produktion von Nahrungsmitteln. Angesichts sinkender Bodenproduktivität wären Landwirte weltweit gezwungen, neues Ackerland aus z. B. Waldflächen mit allen damit verbundenen klimaschädlichen Folgen zu gewinnen.
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