(openPR) Gegen den Chefarzt einer Essener Klinik ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht nur wegen des Verdachts der Erpressung von Patienten, sondern auch wegen mutmaßlich unlauterer Machenschaften bei einer Organtransplantation. Das bestätigte gestern die Sprecherin der Essener Ermittlungsbehörde, Angelika Matthiesen.
Quelle: Spiegel Online >>> mehr dazu >>>
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,484369,00.html
Bei derartigen Vorwürfen dürfte es einstweilen beruhigen, dass der 110. Deutsche Ärztetag jedwede Kommerzialisierung der Organspende abgelehnt hat.
„Kommerzialisierung als Schlüssel zur Verteilung von Gesundheitsleistungen widerspreche nicht nur dem Solidaritätsprinzip, sondern auch ärztlichen Überzeugung, dass der menschliche Körper keine veräußerbare Ware sein könne und sein dürfe, heißt es im Beschluss des Ärzteparlaments. Transplantationen dürften nur abhängig von medizinischen Kriterien erfolgen; die Vermögenssituation des Empfängers beispielsweise dürfe keinesfalls ein Kriterium sein.“
Dieses Statement können wir der Homepage der BÄK entnehmen >>> http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=3.71.5157.5191.
Es bleibt zu hoffen, dass eine solche strafrechtlich bewehrte Praxis nicht zum Standard in Kliniken zählt.
Gerade in den Zeiten, wo das „Ärztehasserbuch“ Wellen schlägt, sollte die Ärzteschaft nachhaltig um Aufklärung bemüht sein. Sollten sich die Vorwürfe gegen den Chefarzt bestätigen, hat dieser der aktuellen Diskussion um die Organtransplantation einen gewaltigen „Bärendienst“ erwiesen, denn schließlich ringen wir um eine wünschenswerte Spenderbereitschaft bei unseren Bürgerinnen und Bürger.









