(openPR) Unsere Informationsgesellschaft suggeriert auch jungen Menschen häufig das Maximalprinzip: Maximaler Spaß gleich maximaler Konsum, und das möglichst sofort.
Zum Beispiel die Auslotung der Chancen beim anderen Geschlecht: Was noch vor einigen Jahren breiten Raum einnahm und intensive persönliche Kommunikation erforderte, ist heute ein paar Mausklicks bei Internetanbietern entfernt, und schon liegen mehr Ergebnisse vor, als „abzuarbeiten sind“.
Schon immer gehörte zum Erwachsenwerden das „zünftige Trinkgelage“, der erste Rausch, eine Art Abenteuer, so Klaus-Dirk Kampz, Gründer der deutschen My Way Betty Ford Klinik. Aber in letzter Zeit wird mit dem gezielten exzessiven Trinken eine neue, nicht unbedenkliche Dimension eröffnet. Bedenklich ist, dass neue Kreise vermehrt Szenezugang erhalten, nämlich die ansonsten vergleichsweise behüteten Jugendlichen, welche sich vom „Saufen“ und anderen Drogen bislang fern gehalten haben.
Selbstverständlich wird nicht jeder Teilnehmer der Flaterate-Sauf-Szene zwangsläufig zum Trinker. Aber gerade die frühe Ausformung des Sucht-Gedächtnisses erhöht die persönliche Gefährdungslage signifikant, erläutert Dr. Peter Michael Roth, Ärztlicher Leiter der Klinik.
Die fatalen Folgen werden sich erst nach Jahren zeigen, z. B. wenn infolge anhaltenden Berufsstresses der Alkohol für die schnelle Entspannungslösung eingesetzt wird. Die weitere Entwicklung ist gefährlich schleichend. Aus Genuss kann Missbrauch werden, aus Missbrauch Sucht - Es geht nicht mehr ohne.
Durch die Heranführung neuer Konsumenten und die Zunahme des exzessiven Trinkens ist der messbare Anstieg der Abhängigkeitskranken mittelfristig unausweichlich.
Für den Bereich Alkoholismus wird die Krankheit regelmäßig vergleichsweise spät, ab dem mittleren Alter, behandelt, erst wenn die Folgen der Krankheit unübersehbar sind. Schon heute verursacht Alkoholismus einen volkswirtschaftlich messbaren Schaden von 20 Milliarden € jährlich - und unendlich viel Leid.
Bernd Thränhardt, seit vielen Jahren trockener Alkoholiker und Seminarleiter bei der My Way Betty Ford Klinik, sieht die Politik am Zuge, auch mit der Steuerung über die Gaststättenkonzession und einem Werbeverbot für exzessives, gesundheitsschädliches Trinken. Auch der Lebensstil der Eltern und ihr Umgang mit Genussmitteln spielt hier eine große Rolle. Vor diesen Hintergrund bietet die My Way Betty Ford Klink zur Problematik der neuen Konsumenten gezielt Präventiv-Seminare für Schüler, Lehrer und Eltern an.
Kontakt: Klaus-Dirk Kampz, My Way Betty Ford Klinik, Heinrich-von-Bibra-Str. 35, 97769 Bad Brücke-nau, Tel. 0180 55 747 55, E-Mail:













