(openPR) Berlin, 10. Mai 2007 - Der Stromkonzern Vattenfall unterliegt vor Gericht, doch bei unabhängigen Anbietern will keine rechte Freude aufkommen. Laut Oberlandesgericht Düsseldorf ist die von der Bundesnetzagentur im Juni 2006 angeordnete Gebührensenkung rechtens, doch eine Rückzahlung für überhöhte Gebühren der Vergangenheit wird es demnach nicht geben.
Für unabhängige Anbieter wie die bundesweit aktive FlexStrom GmbH ist dieser Entscheid eine Enttäuschung: „Wir halten die Netzgebühren nach wie vor für zu hoch“, sagt Geschäftsführer Robert Mundt. Die hohen Netzkosten verhindern den
Wettbewerb, weil sie den neuen Anbietern die Kalkulation günstiger Angebote erschweren. Überhöhte Gebühren belasten damit die Verbraucher. FlexStrom-Geschäftsführer Mundt verlangt scharfe Konsequenzen: „Wenn die Gebühren in der Vergangenheit zu hoch waren, muss Vattenfall zur Kasse gebeten werden.“ Nur so ließe sich den Monopolnetzbetreibern zeigen, dass ihr Verhalten nicht mehr hingenommen werde. Der schwedische Stromkonzern hatte erst Anfang der Woche einen Gewinn von 1,35 Milliarden Euro für das vergangene Jahr gemeldet.
Alternative Stromanbieter sind zwingend auf die Netze der Gebietsmonopolisten angewiesen und zahlen dafür Gebühren. Die Netzgebühren in Deutschland gelten allerdings als deutlich überhöht, nach Expertenschätzungen bis zu 50 Prozent. Vattenfall war im vergangenen Sommer zu einer moderaten Senkung der Gebühren um 18 Prozent gezwungen worden. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat diese verordnete Gebührensenkung nun bestätigt.
In den letzten Monaten hatten Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und die EU-Kommission mehrfach die Strukturen auf dem deutschen Strommarkt heftig kritisiert. So ist unter anderem ein Netzbetrieb durch unabhängige Netzgesellschaften sowie eine bundesweite Obergrenze für die Netzgebühren im Gespräch. Bisher allerdings können die Verbraucher nur eines gegen die steigenden Strompreise tun: Dem Rat der Verbraucherzentralen folgen und sich für einen der wenigen günstigen und unabhängigen Anbieter entscheiden.
Für Rückfragen:
Pressestelle der FlexStrom GmbH
Dirk Hempel
Einemstraße 22-24
10785 Berlin







