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Das EEG treibt 2012 die Strompreise noch weiter hoch

03.01.201210:45 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Die Bundesnetzagentur muss wegen des EEG höhere Netzgebühren für alle Netze genehmigen.

Im Jahr 2012 werden die staatlich verfügten Entgelte für Strom nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG-Strom) wohl 20 Milliarden Euro erreichen. Unausweichlich ist das jedenfalls dann, wenn der Bau von Anlagen zur Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Biomasse nach dem Plan der Bundesregierung fortgesetzt wird. Dann kämen schon über 20 Prozent des deutschen Stroms aus dieser unzuverlässigen Energiequelle. Aber mit diesen rund 20 Milliarden Euro könnte in den ohnehin weiter notwendigen Dampfkraftwerken sogar der gesamte deutsche Strombedarf erzeugt werden - und zwar verlässlich. Denn der unzuverlässige EEG-Strom ist mehr als fünfmal so teuer als der konventionelle Dampfkraft-Strom.



Auch die Netzkosten steigen kräftig
Allerdings sind die Entgelte für die EEG-Stromerzeuger ("Einspeisevergütungen") nicht die alleinigen Kostentreiber. Warum? Die Fotovoltaik-Hausanlagen speisen ihren Strom in der Regel in die lokalen 230/380-Volt-Niederspannungsnetze ein, große Fotovoltaik-Anlagen und einzelne Windanlagen in die 10.000/20.000-Volt-Mittelspannungsnetze, "Windparks" in das Hochspannungsnetz. Die Niederspannungs- und Mittelspannungsnetze sind ausgelegt zur Versorgung der Menschen im Netzgebiet. Wird nun aus regenerativen Quellen mehr Strom angeboten, kann das Netz diese Strommengen nicht mehr durchleiten zum nächsten Übergabepunkt an das übergeordnete Netz. Schon heute muss der Anschluss von genehmigten regenerative Anlagen versagt werden, weil dann das lokale Verteilernetz überlastet wird. Aus dem gleichen Grund müssen immer häufiger auch Wind- und Sonnenstromanlagen bei zu hoher Produktion abgeschaltet werden. Aber trotzdem erhalten die Betreiber erhalten den nicht erzeugten Strom vergütet. Folglich steigt der Strompreis auch dadurch weiter.

Die lokalen Netzbetreiber sind gleichzeitig Stromanbieter. Das Netz reicht zur Versorgung ihrer Kunden aus. Der im Netzgebiet erzeugte EEG-Strom, der laut Gesetz eingespeist werden muss, führt zu zusätzlichem Aufwand. In vielen Fällen rechnet sich daher ein Netzausbau nicht, weil die Bundesnetzagentur, eine Oberbehörde des Wirtschaftsministeriums, zu geringe Netzgebühren genehmigt hat. Der Ausbau scheitert so schlicht am Geldmangel, das heißt an einer zu geringen Rendite des eingesetzten Kapitals. Die Bundesnetzagentur ist gezwungen, die Netzgebühren der Verteilernetze deutlich zu erhöhen, um den Neubau von 380.000 km Verteilernetze mit einem Aufwand von ca. 25 Milliarden Euro für noch mehr regenerative Stromerzeuger zu finanzieren, die nach einem Gutachten erforderlich sind (FAZ vom 12.12.2011). Dies trägt zu einer weiteren Erhöhung des Strompreises bei.

Neue Stromtrassen führen zu einer weiteren Verteuerung
Nach einem Bericht im "Stern" muss nach Angaben des Stromerzeugers e-on für neue 380 Kilovolt Überlandleitungen mit Kosten von 0,5 bis 1 Million Euro pro Kilometer gerechnet werden. Erdverlegte Leitungen kosten nach Angaben von Professor Dr. Helmut Alt, Inhaber des Lehrstuhls für Elektrotechnik an der FH Aachen, acht- bis zehnmal soviel.

Um Windstrom von den Küsten und Solarstrom aus dem Süden in die Verbrauchergebiete zu leiten, fordert die Deutsche Energieagentur (dena), eine Lobbyorganisation für regenerative Energien der Bundesregierung und der Banken (siehe Pressemitteilung Nr. 22), in Deutschland zu den bereits geplanten 850 Kilometern mindestens 3600 Kilometer weitere neue Überlandleitungen. Die Kosten dafür belaufen sich auf mehr als drei Milliarden Euro für reine Überlandleitungen. Soll dieses Höchstspannungsnetz unter die Erde verlegt werden, sind dafür mindestens 30 Milliarden Euro fällig. (Summe Verteilnetz + Erdverlegung also 55 Milliarden Euro) Die Kosten für diese zusätzlichen EEG-Strom-Trassen muss der Stromverbraucher in Form höherer Strompreise ebenfalls zusätzlich bezahlen. Aber ohne den teuren und unzuverlässigen regenerativen Strom würden diese Trassen überhaupt nicht benötigt werden.

Hohe Leitungsverluste erhöhen die Stromkosten weiter
Doch viel höher sind die Kosten durch Leitungsverluste. Vielen Politikern und beratenden "Fachleuten" ist nicht bekannt oder bewusst, dass der Stromtransport Energie kostet. Stromtransport über größere Strecken ist teurer als der Transport von fossilen Brennstoffen zu Kraftwerken vor Ort. Nach Angaben von der Energieversorgung Weser-Ems und von Prof. Dr. Helmut Alt kann man mit folgenden Verlusten rechnen: Lokales Verteilernetz 2 bis 3 Prozent, Hochspannungsleitungen 1 bis 2 Prozent pro 100 Kilometer, Transformatorenverluste 0,5 bis 2 Prozent. Damit kommen bei einem Verbraucher in 500 Kilometer Entfernung vom Stromerzeuger deutlich weniger als 90 Prozent des eingespeisten und vergüteten Stromes an. Mehrkosten von mehr als 10 Prozent sind die Folge.

Die Bundesnetzagentur ist überfordert
Offensichtlich kennen der Präsident und die Beamten der Bundesnetzagentur die komplizierten Zusammenhänge der Stromversorgung nicht. Dies ist verständlich. Denn auch viele Ingenieure ohne spezielle elektrotechnische Ausbildung haben hier ihre Schwierigkeiten. Nur so kann es zu den Behauptungen der Agentur kommen, nach dem Ausbau der Netze würden die Strompreise wieder sinken. Das Gegenteil ist der Fall.

Der Netzausbau zusätzlich zum Ausbau der teuren regenerativen Energieanlagen muss und wird den Strompreis schnell weiter erhöhen. Die laut www.Stromlüge.de errechnete Verdopplung der Strompreise bis 2020 wird wohl deutlich schneller erreicht. Dann wird der Strompreis in Deutschland drei- bis viermal höher sein als in Frankreich, in den USA und vielen anderen Ländern. Die nationale anti-EEG Bewegung e.V. (NAEB) www.naeb.info fordert daher, schnell zu einer wirtschaftlichen Stromversorgung zurückzukehren. Das planwirtschaftliche und unsoziale EEG hat hier keinen Platz. Es muss umgehend abgeschafft werden.

Prof.Dr. Hans-Günter Appel
Beiratsvorsitzender NAEB e.V.

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