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Ernteausfälle durch Klimawandel

09.05.200709:56 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Mildes Wetter fördert Ausbreitung von tierischen und pflanzlichen Schädlingen

Lüdinghausen, 8. Mai 2007 – Milder Winter, heißer Frühling, wenig Niederschläge – das Klima in Deutschland verändert sich merklich. Die wirtschaftlichen Auswirkungen bekommen zuerst die Landwirte zu spüren. Aber auch für die Verbraucher gibt es Folgen, zum Beispiel in Form von Preiserhöhungen bei Lebensmitteln.



Die Kleffmann Group, ein Marktforschungsinstitut, das sich auf den Agrarbereich spezialisiert hat, befragt jährlich deutsche Getreide-Landwirte zu ackerbaulichen Themen. In einer Umfrage im Frühjahr dieses Jahres wurden 800 Landwirte zu den Auswirkungen des Klimawandels interviewt. In der Studie gaben 50 Prozent der Befragten an, dass sie negative Auswirkungen für ihre Ernte befürchten. Grund hierfür ist nicht nur der deutliche Niederschlagsmangel der letzten Monate. Der milde Winter trägt zusätzlich zu einer verstärkten Belastung durch Schädlinge bei.

Ausbreitung von Schädlingen fordert zusätzlichen Pestizideinsatz
Auch in diesem Jahr waren die Temperaturen in den Wintermonaten durchschnittlich zu hoch. Hierdurch blieb die natürliche Dezimierung der Schädlings-populationen durch Bodenfrost größtenteils aus. Aufgrund des milderen Klimas breiten sich nun in Deutschland Krankheiten aus, die sonst nur in südlicheren Gefilden anzutreffen waren. So kam beispielsweise die Schwarzfäule – eine Pilzkrankheit, die Weinreben befällt – vor dem Jahrhundertsommer im Jahr 2003 nur in Italien und Frankreich vor. Die Kleffmann Group fand im vergangenen Jahr heraus, dass sich der Pilz seitdem auch in vielen Weingebieten in Deutschland ausbreitet.

In der aktuellen Frühjahrsstudie gaben 37 Prozent der befragten Getreide-Landwirte an, dass sie in diesem Jahr ein vermehrtes Auftreten von Schädlingen befürchten. 24 Prozent von ihnen rechnen mit einem höheren Pilzbefall des Ge-treides und 22 Prozent generell mit einem höheren Krankheitsbefall. 11 Prozent sagten, dass sie zusätzliche Pflanzenschutzmittel einsetzen werden. Der ver-stärkte Einsatz von Bekämpfungsmitteln verteuert die landwirtschaftliche Produk-tion. In einer Studie zum Pflanzenschutz bei Raps ermittelte die Kleffmann Group zu Beginn dieses Jahres, dass die durchschnittlichen Kosten für Pflanzen- Schutzmaßnahmen im Rapsanbau in den vergangenen acht Jahren von 119 auf 144 Euro in 2007 pro Hektar angestiegen sind. Am stärksten – um mehr als das 1,5-fache – nahmen die Aufwendungen im Bereich der Fungizide zu. Analog wird auch in diesem Jahr mit Preisanstiegen bei Getreide und anderen landwirtschaftlichen Produkten zu rechnen sein.

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