(openPR) Es soll ein sonniger 1. Mai werden – doch dunkle Wolken ziehen auf: bei der Telekom, in der Metallindustrie ... "Personalabbau" scheint in vielen Unternehmen noch immer ein unbestrittenes Dogma zu sein. Aus der Sicht des Instituts für Alternative Betriebsführung – Dagmar Meinz + Partner GbR kann die moderne Alternative für Unternehmen in diesem Land nur heißen: Wie (er-)halte ich die richtigen Mitarbeiter?
Mitarbeiter sind nicht nur Kostenfaktor, sondern auch entscheidende Gewinnquelle. Beispiel Telekom: Nettogewinn 2006 3,9 Mrd. EUR. Bei 249.000 Mitarbeitern ergibt das einen Nettogewinn von 15.663 EUR je Mitarbeiter. Mit jedem entlassenen Mitarbeiter gehen also durchschnittlich 15.663 EUR verloren. Beispiel Siemens: Gewinn nach Steuern 2006 von 3,033 Mrd. EUR. Durch jeden entlassenen Mitarbeiter (derzeit 474.900) verliert das Unternehmen durchschnittlich 6.387 EUR. Können sich die Unternehmen solche Verluste leisten?
Um trotz Massenentlassung den Betriebsfrieden zu wahren, fällt manchen Unternehmensführungen ein "außergewöhnlicher" Trost ein - Abfindungen. Ein entlassener Mitarbeiter konnte dafür 1998 bei umgerechnet 50.000 EUR Abfindung maximal mit rund 18.000 EUR steuerfreien Einnahmen rechnen. Und heute? – Keinen Cent! Ist es ein Wunder, dass dieses "Abführ"-Mittel auch deshalb immer weniger Begeisterung bei Mitarbeitern hervorruft, weil ihre Steuerbelastung oft fast die Höhe der Abfindung erreicht?
Auch denen, die z. B. aus familiären Gründen zeitweise nicht berufstätig sind, wird die Rückkehr in den Beruf oft schwer oder gar unmöglich gemacht. Es könnten ja Kosten entstehen, weil sie 'raus' sind aus ihrem Beruf. Das IHK-Bildungszentrum Halle-Dessau veröffentlichte z.B. Ende 2006 Ergebnisse des Projekt audits berufundfamilie®. Der Lichtblick: Unternehmen erkennen zunehmend ihren Vorteil, wenn sie die Arbeitsbedingungen familienfreundlich gestalten: Ihre Beschäftigten sind zufriedener, weniger krank und kehren aus der Elternzeit gern in ihren Betrieb zurück. Fachkräfte bewerben sich bevorzugt bei ihnen.
In jedem besseren Workshop oder Seminar für Führungkräfte wird das Havard-Modell strapaziert – und in der Praxis? Der 1. Mai sollte mehr als gemeinsamer Kampftag von Unternehmern und Mitarbeitern für zukunftsträchtige Lösungen genutzt werden. Wie (er-)halte ich die richtigen Mitarbeiter? – darüber nachzudenken bringt mehr Gewinn und ist kostensparender als mancher Arbeitskampf.













