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Wohnraummangel bei Studenten: Können private Investoren einen Beitrag leisten?

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Effiziente Platznutzun
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(openPR) Bezahlbarer Wohnraum für Studenten gehört in vielen deutschen Hochschulstädten zu den großen Herausforderungen. Zu Beginn eines Semesters konkurrieren zahlreiche Studienanfänger um Zimmer und kleine Wohnungen. Auch Leipzig bildet hier keine Ausnahme.

Doch wer kann zusätzlichen Wohnraum schaffen? Neben kommunalen Wohnungsunternehmen und Studentenwerken spielen auch private Eigentümer und Investoren eine Rolle.

Sven Schwarzat, Geschäftsführer der Schwarzat Capital GmbH, beschäftigt sich in Leipzig unter anderem mit Immobilien, die für gemeinschaftliche Wohnformen genutzt werden können.

Studenten benötigen andere Wohnangebote

Wer zum Studium nach Leipzig zieht, sucht häufig keine Wohnung fürs Leben.

Viele Studenten benötigen zunächst einen bezahlbaren Rückzugsort, eine gute Anbindung an Hochschule und Innenstadt sowie ein möglichst unkompliziertes Mietverhältnis.

Kleine Apartments erfüllen diese Anforderungen, sind aufgrund ihrer begrenzten Anzahl jedoch häufig stark nachgefragt. Eine Alternative bilden Wohngemeinschaften.

Hier kann eine größere Immobilie mehreren Menschen gleichzeitig ein Zuhause bieten.

Sven Schwarzat sieht darin einen wesentlichen Vorteil gemeinschaftlicher Wohnkonzepte: Flächen wie Küche und gegebenenfalls Aufenthaltsbereiche werden gemeinsam genutzt, während jeder Bewohner über seinen privaten Bereich verfügt.

Neubau allein kann das Problem kaum kurzfristig lösen

Die naheliegendste Antwort auf Wohnungsmangel lautet häufig: mehr bauen.

Langfristig ist zusätzlicher Neubau tatsächlich wichtig. Kurzfristig stößt er jedoch auf praktische Grenzen.

Grundstücke müssen gefunden, Planungsrechte geschaffen, Genehmigungen erteilt und Gebäude errichtet werden. Hinzu kommen hohe Bau- und Finanzierungskosten.

Zwischen der Idee für ein neues Wohngebäude und dem tatsächlichen Einzug der ersten Bewohner können Jahre liegen.

Die Schwarzat Capital GmbH sieht deshalb auch die Aktivierung und Weiterentwicklung vorhandener Immobilien als wichtigen Ansatz.

In Leipzig existiert ein großer Gebäudebestand. Wenn Flächen darin bislang ineffizient genutzt werden oder umfassend saniert werden müssen, können private Investitionen dazu beitragen, diese Immobilien wieder oder besser nutzbar zu machen.

Private Investitionen brauchen Wirtschaftlichkeit

Dabei darf ein wesentlicher Punkt nicht ausgeblendet werden: Private Investoren müssen wirtschaftlich handeln.

Der Ankauf einer Immobilie, Finanzierungskosten, Sanierungsarbeiten, laufende Instandhaltung und Verwaltung verursachen erhebliche Kosten.

„Privates Kapital wird dauerhaft nur dort in zusätzlichen Wohnraum fließen, wo Investitionen wirtschaftlich darstellbar sind“, erklärt Sven Schwarzat.

Aus Sicht der Schwarzat Capital GmbH ist deshalb eine sachliche Diskussion über Mieten notwendig. Einerseits müssen Wohnungen für ihre Nutzer bezahlbar bleiben. Andererseits muss die Entwicklung und Sanierung von Immobilien wirtschaftlich möglich sein.

Dieser Interessenausgleich ist eine der zentralen Herausforderungen des Wohnungsmarktes.

WG-Zimmer und Wohnungsmieten sind nur eingeschränkt vergleichbar

Gerade bei Wohngemeinschaften führt die Betrachtung des Quadratmeterpreises eines einzelnen Zimmers häufig zu Missverständnissen.

Wer beispielsweise ausschließlich die Fläche des privaten Zimmers betrachtet, lässt die gemeinschaftlich genutzten Bereiche der Immobilie außer Acht. Küche, Bad und Flur werden schließlich ebenfalls genutzt.

Hinzu kommt, dass bei WG-Angeboten je nach Vertragsgestaltung bestimmte Kosten bereits in einer Gesamtmiete enthalten sein können, die bei klassischen Wohnungen separat anfallen.

Sven Schwarzat hält deshalb einen transparenten Vergleich der tatsächlichen monatlichen Wohnkosten für aussagekräftiger als die isolierte Betrachtung eines einzelnen Quadratmeterwerts.

Das bedeutet nicht, dass jedes WG-Angebot automatisch günstig ist. Auch bei WG-Immobilien bestimmen Lage, Zustand, Ausstattung und Nachfrage den Preis.

Private und öffentliche Akteure werden benötigt

Die Wohnungsfrage lässt sich kaum von einer einzigen Gruppe lösen.

Kommunale Gesellschaften können langfristig Wohnungsbestände entwickeln. Studentenwerke erfüllen eine wichtige soziale Funktion. Genossenschaften bieten ein weiteres Modell. Private Eigentümer und Unternehmen bringen zusätzlich Kapital und Immobilien in den Markt.

Für Sven Schwarzat sollten diese Akteure nicht grundsätzlich als Gegenspieler betrachtet werden.

Die Schwarzat Capital GmbH sieht die Rolle privater Immobilienunternehmen insbesondere darin, Chancen im vorhandenen Gebäudebestand zu erkennen und Kapital für deren Entwicklung bereitzustellen.

Leipzig braucht unterschiedliche Lösungen

Leipzig bleibt eine attraktive Hochschulstadt. Solange junge Menschen für Studium, Ausbildung und Beruf in die Stadt ziehen, wird die Nachfrage nach passenden Immobilien bestehen bleiben.

Eine einzelne Lösung für diese Nachfrage gibt es nicht.

Studentenwohnheime können einen Teil abdecken, kleine Apartments einen weiteren und Wohngemeinschaften einen dritten.

Sven Schwarzat sieht deshalb gerade in der Vielfalt einen entscheidenden Faktor für einen funktionierenden Immobilienmarkt.

Private Investoren können den Wohnraummangel nicht allein lösen. Sie können aber vorhandene Immobilien sanieren, zusätzliche Flächen aktivieren und Wohnkonzepte entwickeln, die zu bestimmten Zielgruppen passen.

Für die Schwarzat Capital GmbH ist dies zugleich eine unternehmerische und immobilienwirtschaftliche Aufgabe: Immobilien in Leipzig so zu entwickeln, dass aus vorhandenen Gebäuden langfristig nutzbarer Wohnraum entsteht.

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