openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Strategische Standortentscheidungen im Rückblick

Bild: Strategische Standortentscheidungen im Rückblick
 (© Dutch Intraco Holding B.V.)
(© Dutch Intraco Holding B.V.)

(openPR)

Warum die Verlagerung von Produktion nach Polen und Holdingstrukturen in die Niederlande für viele Mittelständler ein entscheidender Wettbewerbsvorteil war und ist

Bereits ab 2009 haben mehrere unserer Mandanten auf unsere Empfehlung hin begonnen, energieintensive Produktionsbereiche von Deutschland nach Polen zu verlagern. Ab etwa 2014/2015 wurden bei dem Großteil dieser Mandanten zusätzlich die Unternehmensstrukturen sukzessive so angepasst, dass diese heute erfolgreich über niederländische Holdinggesellschaften operieren.

Rückblickend betrachtet waren diese Schritte aus unternehmerischer Sicht nicht nur sinnvoll, sondern strategisch ausgesprochen vorausschauend — insbesondere für exportorientierte mittelständische deutsche Unternehmen mit hoher Energieintensität und internationalem Wachstumspotenzial.

Die Kombination aus:

  • Produktion in Polen
  • Holding- und Finanzierungsstrukturen in den Niederlanden
  • sowie Vertrieb und Marktpräsenz in Deutschland

entspricht heute einem zeitgemäßen europäischen Unternehmensmodell, das vielen Unternehmen Stabilität, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionsfähigkeit gesichert hat.

1. Warum die Produktionsverlagerung nach Polen ab 2009 strategisch richtig war

Niedrigere Produktions- und Personalkosten

Bereits 2009 lagen die industriellen Arbeitskosten in Polen teilweise nur bei 25–40 % des deutschen Niveaus. Gleichzeitig entwickelte sich Polen zu einem hochattraktiven Industriestandort mit sehr gut ausgebildeten Fachkräften, hoher technischer Kompetenz und wachsender Produktivität.

Das ermöglichte vielen Unternehmen:

  • bessere Margen,
  • höhere internationale Wettbewerbsfähigkeit,
  • größere Preisspielräume,
  • geringeren Druck bei Tarif- und Lohnsteigerungen,
  • sowie deutlich höhere Investitionsfähigkeit.

Besonders attraktiv war dies für:

  • Metallverarbeitung,
  • Maschinenbau,
  • Kunststoffindustrie,
  • Möbelproduktion,
  • Automotive-Zulieferer,
  • energieintensive Vorproduktion,
  • sowie exportorientierte industrielle Mittelständler.

Deutlich attraktivere Energie- und Standortkosten

Polen bot über viele Jahre hinweg:

  • niedrigere Strom- und Netzkosten,
  • erheblich geringere regulatorische Zusatzbelastungen,
  • günstigere Gewerbe- und Industrieflächen,
  • schnellere Genehmigungsprozesse,
  • sowie insgesamt investorenfreundlichere Rahmenbedingungen.

Spätestens seit 2022 zeigt sich, wie entscheidend dieser Faktor geworden ist. Viele energieintensive Branchen in Deutschland kämpfen mittlerweile massiv mit internationalen Wettbewerbsnachteilen.

Unternehmen mit Produktionsstandorten in Polen konnten in vielen Fällen:

  • ihre Kostenstruktur nachhaltig stabilisieren,
  • ihre Lieferfähigkeit sichern,
  • und die Produktionskapazitäten deutlich flexibler steuern.

EU-Binnenmarkt ohne Zollbarrieren

Ein wesentlicher Vorteil war zudem die vollständige Integration Polens in den europäischen Binnenmarkt.

Dadurch konnten Unternehmen:

  • zollfrei produzieren,
  • grenzüberschreitende Lieferketten aufbauen,
  • deutsche Qualitätsstandards problemlos übertragen,
  • und gleichzeitig von deutlich niedrigeren Produktionskosten profitieren.

Viele erfolgreiche deutsche Mittelständler haben in genau dieser Phase ihre „verlängerte Werkbank“ in Mittel- und Osteuropa aufgebaut.

Zugang zu Fördermitteln und Investitionsanreizen

Polen bot und bietet bis heute:

  • umfangreiche EU-Strukturförderungen,
  • attraktive Investitionsprogramme,
  • Sonderwirtschaftszonen,
  • steuerliche Erleichterungen,
  • sowie interessante kommunale Ansiedlungsförderungen.

Gerade wachstumsorientierte Unternehmen konnten dadurch Produktionskapazitäten deutlich schneller und kapitalschonender ausbauen.

2. Warum die Verlagerung von Holding- und Unternehmensstrukturen in die Niederlande strategisch sinnvoll war

Die Niederlande galten bereits vor über zehn Jahren als einer der attraktivsten Unternehmensstandorte Europas — und gelten für viele internationale Strukturen bis heute als außerordentlich effizient.

Internationale Holdingstrukturen mit hoher Akzeptanz

Niederländische Holdinggesellschaften genießen international:

  • hohes Vertrauen,
  • hohe rechtliche Stabilität,
  • gute Reputation bei Banken und Investoren,
  • sowie breite Akzeptanz bei internationalen Finanzierungspartnern.

Das erleichtert insbesondere:

  • individuelle und passgenaue Beteiligungsstrukturen,
  • internationale Kooperationsmöglichkeitem,
  • komplexe Joint Ventures,
  • interessante Projektfinanzierungen,
  • und grenzüberschreitende Expansionen.

Steuerliche und finanzielle Vorteile

Die Niederlande bieten seit Jahren:

  • attraktive Beteiligungs- und Dividendenregelungen,
  • zahlreiche internationale Doppelbesteuerungsabkommen,
  • flexible Finanzierungsgesellschaften,
  • planbare steuerliche Rahmenbedingungen,
  • sowie eine insgesamt deutlich pragmatischere Verwaltungskultur.

Für international tätige Mittelständler sind das entscheidende Standortvorteile.

Schnellere Verwaltung und höhere Planungssicherheit

Viele Unternehmer erleben in den Niederlanden:

  • deutlich schnellere Verwaltungsprozesse,
  • höhere Digitalisierung,
  • geringere Bürokratie,
  • pragmatischere Behördenkommunikation,
  • und eine insgesamt wirtschaftsfreundlichere Grundhaltung.

Gerade im Vergleich zur zunehmenden Regulierungsdichte in Deutschland wurde dieser Unterschied in den vergangenen Jahren immer deutlicher.

3. Betrachtung aus Sicht Mai 2026

Mit dem heutigen Wissen erscheinen diese Entscheidungen weniger riskant als vielmehr frühzeitig und strategisch intelligent.

  • Denn Deutschland steht aktuell vor erheblichen strukturellen Herausforderungen:
  • hohe und schwer kalkulierbare Energiekosten,
  • zunehmende regulatorische Unsicherheit,
  • sehr hohe Steuer- und Abgabenlast,
  • immer komplexere und sinnfreie Bürokratie,
  • sichtbare Investitionszurückhaltung,
  • rückläufige Industrieproduktion,
  • sowie steigender Wettbewerbsdruck im internationalen Vergleich.

Viele Unternehmen beginnen erst jetzt damit, Strukturen aufzubauen, die andere bereits vor 10–15 Jahren etabliert haben.

4. Warum diese Kombination heute besonders stark ist

Die Kombination aus:

  • Produktion in Polen,
  • Holding- und Finanzierungsstrukturen in den Niederlanden,
  • sowie Vertrieb und Marktpräsenz in Deutschland

entspricht heute nahezu einem idealtypischen europäischen Mittelstandsmodell.

Dadurch können Unternehmen:

  • operative Kosten senken,
  • steuerlich effizienter agieren,
  • Finanzierungsmöglichkeiten verbessern,
  • regulatorische Risiken reduzieren,
  • flexibler auf Marktveränderungen reagieren,
  • und gleichzeitig den wichtigen deutschen Absatzmarkt bedienen.

Besonders in den Bereichen:

  • Energie,
  • Infrastruktur,
  • Industrieproduktion,
  • Immobilien,
  • Projektentwicklung,
  • sowie internationale Beteiligungsgeschäfte

zeigt sich dieses Modell weiterhin als ausgesprochen wettbewerbsfähig.

Unser Fazit

Aus heutiger Sicht war die frühzeitige Internationalisierung vieler mittelständischer Unternehmen kein „Abwandern“, sondern oftmals eine notwendige strategische Anpassung an globale Wettbewerbsbedingungen.

Unternehmen, die frühzeitig:

  • ihre Produktion internationalisiert,
  • ihre Kostenstrukturen optimiert,
  • ihre Finanzierungsfähigkeit verbessert
  • und ihre Unternehmensstruktur europäisch ausgerichtet haben,

verfügen heute häufig über deutlich größere Stabilität, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumschancen.

Polen als Produktionsstandort und die Niederlande als Holding- und Finanzierungsstandort haben sich für viele mittelständische Unternehmen als eine wirtschaftlich äußerst tragfähige Kombination erwiesen uns sind immer noch eine attraktive Konstellation.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1312112
 215

Pressebericht „Strategische Standortentscheidungen im Rückblick“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Dutch Intraco Holding B.V.

Bild: Dutch Intraco Holding B.V. schließt strategische Finanzierungspartnerschaft für Großprojekte in EuropaBild: Dutch Intraco Holding B.V. schließt strategische Finanzierungspartnerschaft für Großprojekte in Europa
Dutch Intraco Holding B.V. schließt strategische Finanzierungspartnerschaft für Großprojekte in Europa
Die Dutch Intraco Holding B.V. gibt den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit einem international agierenden Finanzierungspartner zum 14. April 2026 bekannt. Ziel der Partnerschaft ist die gemeinsame Entwicklung und Finanzierung von Projekten in den Bereichen Immobilien, innovative Energieerzeugung, Energiespeicherung sowie zukunftsweisende Energie- und Infrastrukturvorhaben. Der geografische Fokus der Zusammenarbeit liegt auf Polen, Deutschland und den Benelux-Staaten, mit der Option, Projekte auch in weiteren europäischen Ländern um…
Bild: Vorteile einer niederländischen Holding gegenüber einer deutschen HoldingstrukturBild: Vorteile einer niederländischen Holding gegenüber einer deutschen Holdingstruktur
Vorteile einer niederländischen Holding gegenüber einer deutschen Holdingstruktur
Was sind die zentralen steuerlichen Kernvorteile der niederländischen Holding (B.V.) bei Kauf, Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen gegenüber deutschen Modellen ? 1.1 Participation Exemption (Beteiligungsfreistellung) Das Kernstück der niederländischen Holding-Struktur ist, dass Gewinne aus qualifizierten Beteiligungen (i. d. R. ab 5 % Anteil) in der B.V. regelmäßig steuerfrei sind: Bei Dividenden der Tochtergesellschaften fallen in der Holding keine Körperschaftsteuer an Auch bei Veräußerungsgewinnen beim Verkauf von Tochterantei…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Standortseminar für Unternehmer und Investoren, Wirtschaftsförderer, Banken, Kommunen und BeraterBild: Standortseminar für Unternehmer und Investoren, Wirtschaftsförderer, Banken, Kommunen und Berater
Standortseminar für Unternehmer und Investoren, Wirtschaftsförderer, Banken, Kommunen und Berater
… Standortstrategie über die Methodik der Standortsuche und -analyse bis zu den immobilienwirtschaftlichen Aspekten. Standortfragen sind strategische Fragen. Ohne Einbindung von Standortentscheidungen in die Unternehmensstrategie oder die Standortstrategie können die passenden Standorte nicht gefunden werden. Standortfragen sind methodische Fragen. Wenn …
Experten: Münchner Büromarkt kennt auch in der zweiten Jahreshälfte 2019 nur eine Richtung
Experten: Münchner Büromarkt kennt auch in der zweiten Jahreshälfte 2019 nur eine Richtung
… jüngsten Schwaiger Makler Lounge in München gekommen. Die Leerstandsquote ist mittlerweile auf 1,4 Prozent gesunken. Das könne dazu führen, dass sich Unternehmen bei Standortentscheidungen wegen fehlender Expansionsmöglichkeiten gegen München entscheiden. Zudem treibt die Knappheit die Preise weiter nach oben und lässt die Renditen sinken. „Es wird kritisch, …
Bild: Alois Wach leitet OMV und Avanti TankstellennetzBild: Alois Wach leitet OMV und Avanti Tankstellennetz
Alois Wach leitet OMV und Avanti Tankstellennetz
… die stärkere Akzentuierung der Zweimarkenstrategie und den Ausbau der Avanti Tankautomaten in Österreich. In seiner neuen Position ist Wach seit November 2012 für strategische Standortentscheidungen, die Entwicklung der beiden Marken und die Optimierung des Shop-, Gastro- und Kraftstoff-Geschäfts an den rund 700 OMV und Avanti Tankstellen in Österreich …
Bild: Räumliche Intelligenz für Franchisesysteme - Kooperation zwischen MapChart.com und dem FranchisePORTALBild: Räumliche Intelligenz für Franchisesysteme - Kooperation zwischen MapChart.com und dem FranchisePORTAL
Räumliche Intelligenz für Franchisesysteme - Kooperation zwischen MapChart.com und dem FranchisePORTAL
… offizielle Kooperationspartner. Ziel der Zusammenarbeit sind innovative Angebote für Franchisenehmer und –geber in den Bereichen erfolgsorientierter Standortentscheidungen, Marktgebietsdefinitionen und räumliches Kundenmanagement! Angewandte Informationen für den Franchisemarkt auf Basis moderner Geomarketingmethoden von MapChart.com werden für die …
Die Zukunft der Gewerbeimmobilien
Die Zukunft der Gewerbeimmobilien
… diskutiert. Der immer noch stark wachsende Markt der Einzelhandelsimmobilien ist in seinen verschiedenen Aspekten das Thema der vierten Diskussion. Flächennachfrage, Vertriebsformen, Standortentscheidungen, aber auch Zielkonflikte mit planerischen Instanzen sind hier die Themen. Schließlich wird das Forum nach den Zitterpartien der offenen Immobilienfonds …
GIS Geografische Informationssysteme auf dem Vormarsch
GIS Geografische Informationssysteme auf dem Vormarsch
… von geografischen Analysen getroffen. GIS Systeme helfen dabei, Prozesse zu visualisieren und transparenter zu gestalten. Das GeoMarketing unterstützt und strukturiert Standortentscheidungen, Routen- und Terminplanungen, Analysen über Kaufkraft und Einzugsgebiete für Vertriebsorganisation oder dient der räumlichen Kunden- und Projektverwaltung. "Kein …
APRIORI Review: Soft vs. Hard Human Resource Management
APRIORI Review: Soft vs. Hard Human Resource Management
… Unternehmens stehen. Frankfurt a. M., 12.06.2014 – In der APRIORI Review „Standort als Personalstrategie“ wurde der Frage nachgegangen, inwiefern sich Unternehmen bei ihren Standortentscheidungen an Aspekten wie Verfügbarkeit von Mitarbeitern orientieren bzw. orientieren sollten. Grund für die Diskussion war die Kritik des SAP-Gründers und Aufsichtsratsvorsitzenden …
Bild: Effektives Standort-ControllingBild: Effektives Standort-Controlling
Effektives Standort-Controlling
Mit der zunehmenden Globalisierung und Internationalisierung der Unternehmen gewinnt ein effektives Standort-Controlling an entscheidender Bedeutung. Standortentscheidungen selbst sind nicht für die Ewigkeit. Die Attraktivität eines Standorts in den Emerging Countries zum Investitionszeitpunkt kann sich schon in wenigen Jahren relativieren gegenüber …
Bild: Forschungsprojekt entwickelt neue Verfahren zur Optimierung sehr großer LogistiknetzwerkeBild: Forschungsprojekt entwickelt neue Verfahren zur Optimierung sehr großer Logistiknetzwerke
Forschungsprojekt entwickelt neue Verfahren zur Optimierung sehr großer Logistiknetzwerke
… 4flow und Mathematikern des Fachgebietes Kombinatorische Optimierung und Graphenalgorithmen (COGA) der TU Berlin wird mathematische Modelle und Optimierungsalgorithmen für Standortentscheidungen weiterentwickeln. Ziel ist es, auch sehr große, komplexe Logistiknetzwerke realitätsnah zu modellieren und effizient zu optimieren. Die erarbeiteten Lösungen …
Bild: 30 Jahre, eine Mission: Die INVENT-Erfolgsgeschichte geht weiter – für sauberes Wasser weltweitBild: 30 Jahre, eine Mission: Die INVENT-Erfolgsgeschichte geht weiter – für sauberes Wasser weltweit
30 Jahre, eine Mission: Die INVENT-Erfolgsgeschichte geht weiter – für sauberes Wasser weltweit
… mit dem Bau einer neuen Produktionshalle begonnen, die die Produktionskapazitäten erweitern und den Standort im Herzen Mittelfrankens langfristig sichern wird. Internationale Standortentscheidungen bringen Resilienz in herausfordernden ZeitenDie INVENT ist in Deutschland verwurzelt und in der Welt zuhause. Die internationale Expansion bleibt deshalb …
Sie lesen gerade: Strategische Standortentscheidungen im Rückblick