(openPR) Fehlendes Basis-Wissen zum Notfallmanagement bei den meisten Mitarbeitenden!
Notfallpläne existieren, Krisenstäbe sind benannt und Business Impact Analysen wurden durchgeführt, doch im Ernstfall greifen diese Strukturen in vielen Banken nicht und die meisten Mitarbeitenden wissen nicht, was zu tun ist. Prüfungen zeigen immer wieder, dass Business Continuity Management zwar formal implementiert ist, operativ jedoch erhebliche Lücken aufweist. Notfall-Geschäftsprozesse sind nicht ausreichend bekannt und werden nicht priorisiert, Abhängigkeiten zu Dienstleistern sind nur unvollständig erfasst und Wiederanlaufpläne wurden nicht realistisch getestet. Damit bleibt unklar, ob kritische Funktionen im Krisenfall tatsächlich aufrechterhalten werden können.
Besonders kritisch ist die mangelnde Verzahnung der BCM-Komponenten. Die Business Impact Analyse (BIA) wird oft isoliert durchgeführt, ohne konsequente Ableitung von Maßnahmen. Risikoanalysen identifizieren zwar potenzielle Bedrohungen, führen jedoch nicht zu belastbaren Handlungsplänen. Gleichzeitig fehlen klare Vorgaben zur Ausgestaltung von Geschäftsfortführungsplänen, insbesondere im Hinblick auf Notbetrieb, Wiederanlauf und Verantwortlichkeiten. Auch die Einbindung von Auslagerungsdienstleistern ist häufig unzureichend geregelt, obwohl gerade hier erhebliche Abhängigkeiten bestehen.
Hinzu kommen strukturelle Schwächen in der Organisation: Silodenken verhindert eine ganzheitliche Sicht auf kritische Prozesse, interne und externe Schnittstellen sind nicht vollständig identifiziert und die Rolle des Krisenstabs ist in vielen Instituten nicht klar definiert und den Mitarbeitenden nicht kommuniziert. Noch gravierender ist die fehlende Testtiefe – Notfallübungen werden selten realitätsnah durchgeführt, Ergebnisse nicht systematisch ausgewertet und notwendige Anpassungen nicht konsequent umgesetzt.
Das Online-Seminar „Basis-Seminar Business Continuity Management (BCM) – Grundlagen des Notfallmanagements“ am 22. Juni 2026 setzt genau an diesen Schwachstellen an und zeigt, wie Institute ein funktionierendes und prüfungssicheres BCM aufbauen können. Im Fokus stehen konkrete Ansätze zur Durchführung belastbarer Business Impact Analysen, zur Identifikation und Bewertung von Risiken sowie zur Entwicklung wirksamer Geschäftsfortführungspläne. Darüber hinaus werden organisatorische Anforderungen an Krisenstäbe, die Einbindung von Dienstleistern sowie die Durchführung von Notfalltests praxisnah vermittelt.
Torsten Zacher, Business Continuity Manager und Certified Lead Auditor ISO 22301 bei RSM Ebner Stolz zeigt aus langjähriger Praxis, wie Institute BCM-Strukturen organisatorisch verankern, Schwachstellen in Risikoanalysen und Notfallplänen identifizieren und durch realistische Tests sowie klare Governance-Strukturen eine tatsächliche Handlungsfähigkeit im Krisenfall sicherstellen unter Einbindung aller Mitarbeitenden.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen damit konkrete Lösungsansätze für ein belastbares Notfallmanagement, das über formale Anforderungen hinausgeht und im Ernstfall funktioniert. Teilnehmer erhalten praxisnahe Impulse, um ihre BCM-Strukturen kritisch zu überprüfen, Schnittstellen zu schließen und regulatorische Anforderungen konsistent umzusetzen.
Die zentrale Botschaft: BCM ist kein Dokumentationsstandard, sondern ein operativer Härtetest für die Banken, Versicherungen und Unternehmen. Institute, die ihre Notfallprozesse nicht realitätsnah aufsetzen und regelmäßig prüfen, riskieren im Krisenfall den Kontrollverlust und die Fortführung des Geschäftsbetriebs.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/basis-seminar-business-continuity-management-bcm
















