(openPR) Sind Banken bereit für den Ernstfall? – Notfallmanagement und BCM unter verschärfter Beobachtung
Cyberangriffe, Systemausfälle, Lieferkettenprobleme: Die Bedrohungslage für Banken ist realer und dynamischer denn je. Gleichzeitig steigen die regulatorischen Erwartungen spürbar. Notfallmanagement und Business Continuity Management (BCM) stehen damit nicht mehr nur für organisatorische Vorsorge, sondern für die konkrete Frage: Ist das Institut im Krisenfall wirklich handlungsfähig – oder existieren Konzepte nur auf dem Papier?
Prüfungen zeigen immer wieder ähnliche Schwachstellen. Business-Impact-Analysen sind nicht aktuell oder zu pauschal. Recovery-Zeiten (RTO, RPO, MTPD) werden zwar erhoben, aber nicht konsequent in Steuerungsprozesse überführt. Notfallhandbücher sind umfangreich dokumentiert, jedoch im Ernstfall schwer praktikabel. Besonders kritisch ist die unzureichende Einbindung von (kritischen) IKT-Drittdienstleistern: Notfallpläne greifen nicht ineinander, gemeinsame Tests finden selten statt, Verantwortlichkeiten bleiben unklar.
Hinzu kommen neue Anforderungen an Krisenstäbe und Notfallbeauftragte. Rollen müssen klar definiert, Entscheidungswege belastbar dokumentiert und Alarmierungsprozesse eindeutig geregelt sein. Die Aufsicht erwartet regelmäßige Gesamtnotfalltests – inklusive realistischer Simulationen und konsequenter Maßnahmenverfolgung. Wer hier nur Mindestanforderungen erfüllt, riskiert erhebliche Feststellungen.
Das Online-Seminar „Neue DORA- und Aufsichts-Anforderungen an (IKT-)Notfallmanagement & BCM“ am 20. April 2026 greift diese Herausforderungen praxisnah auf.
Dr. Jens Gampe, BWV, ehemaliger BaFin-Referent im Bereich IT-Aufsicht und Krisenprävention, erläutert die aktuellen Erwartungen an Notfallprozesse, BCM und ITSCM. Er zeigt, wo Institute bei Angemessenheit, Dokumentation und Einbindung von Dienstleistern nachschärfen müssen.
Mike Bona-Stecki, Leiter Informationssicherheit und Business Continuity Management bei der DekaBank, bringt die Umsetzungsperspektive ein. Er beleuchtet die Überprüfung interner Notfallkonzepte, die Verzahnung mit SIEM-Strukturen sowie die realistische Bewertung von Kennzahlen wie RTO und RPO.
Lars Ehrenfeld, Abteilungsleiter Prozessmanagement & IT-Governance bei der Kreissparkasse Heilbronn, berichtet ergänzend aus der Praxis zur Integration von Informationssicherheit und Cyber-Resilienz in das BCM.
Im Fokus stehen Notfallübungen, Simulationen und die wirksame Einbindung von Dienstleistern in Test- und Alarmierungsprozesse.
Die Kernbotschaft: Notfallmanagement wird zum Prüfstein für Governance und IT-Steuerung. Konzepte, die nicht getestet, dokumentiert und konsequent weiterentwickelt werden, verlieren im Ernstfall ihre Wirkung. Dieses Seminar zeigt, wie Institute ihre Resilienz strukturiert stärken und regulatorische Erwartungen belastbar erfüllen.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/neue-dora-aufsichts-anforderungen-ikt-notfallmanagement-bcm













