(openPR) Wissenschaft trifft Wirtschaft auf der Hannover Messe: Vom 20. bis zum 24. April 2026 präsentieren Aussteller aus niedersächsischen Hochschulen und Forschungsinstituten ihre Projekte und Exponate auf dem Gemeinschaftsstand des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur in Halle 11 (Stand B56). Auch die Leibniz Universität Hannover (LUH) ist mit zwei Projekten dabei und zeigt Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IKK – Instituts für Kunststoff- und Kreislauftechnik präsentieren ihre Forschung für das Recycling von kunststoffbasierten Automobilkomponenten (Projekt REMOTIVE). Und das Team des Exzellenzclusters PhoenixD stellt Entwicklungen mit integrierter Photonik für Gesundheit, Sicherheit und Industrie vor.
REMOTIVE: Recyclingkonzepte für kunststoffbasierte Automobilkomponenten
Haltegriffe, Kofferraumabdeckungen und Mittelkonsolen: Viele Fahrzeugteile sind aus Kunststoff gefertigt. Er ist gegenüber Metall deutlich leichter, was den Energieverbrauch von Autos senkt. Die Kunststoffe zu recyclen ist jedoch schwierig, denn: Die einzelnen Fahrzeugteile bestehen aus unterschiedlich zusammengesetzten Komponenten. Auf der Hannover Messe 2026 stellt das IKK effektive und nachhaltige Recyclingkonzepte vor.
Beim Recycling von Kunststoffen gibt es drei übergeordnete Verfahren: die chemischen, die lösungsmittelbasierten und die mechanischen. Im auf der Messe präsentierten Projekt REMOTIVE wird erstmals an automobilen Bauteilen ein Vergleich dieser drei Recyclingmöglichkeiten durchgeführt, um unter anderem deren Effizienz und Effektivität, Umweltbilanz und Kosten gegenüberzustellen. Am IKK stehen mechanische Recyclingmethoden im Mittelpunkt, die im Wesentlichen auf der Vorbehandlung (Demontage, Sortieren, Reinigen, usw.) und einer sogenannten Recycling-Extrusion zur mehrstufigen Reinigung und der anschließenden Weiterverarbeitung des so entstandenen Granulats für Spritzgießanwendungen basieren.
Das Projekt REMOTIVE:
PhoenixD: Integrierte Photonik für Gesundheit, Sicherheit und Industrie
Im Exzellenzcluster PhoenixD (Photonics, Optics, and Engineering – Innovation Across Dimensions) forschen mehr als 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Physik, Maschinenbau, Chemie, Elektrotechnik, Informatik und Mathematik auf dem Gebiet der Optik und Photonik, einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. In mehreren Projekten sind Forschungsergebnisse zu physisch greifbaren Exponaten weiterentwickelt worden. Zwei erfolgreiche Entwicklungen stellt PhoenixD gemeinsam mit dem Laser Zentrum Hannover e. V. (LZH) auf der Hannover Messe anhand von Demonstratoren vor:
SmartSens ist ein optisches Testsystem, das jedes Smartphone in ein medizinisches Analysegerät verwandelt. Es eignet sich für niedrigschwellige, mobile Diagnostik und eine moderne Gesundheitsversorgung. Das zweite Exponat ist ein System zum Quantenschlüsselaustausch. Dieses einsatzbereite quantenoptische System öffnet den Weg zu abhörsicherer Kommunikation und stärkt die digitale Souveränität.
Der Exzellenzcluster PhoenixD:
Außerdem ist die LUH Teil des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (efzn), das Kompetenzen zur Energieforschung aus mehrerer Universitäten bündelt und auf der Hannover Messe am niedersächsischen Gemeinschaftsstands seine Transferstrategien präsentiert.
Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Mechtild Freiin v. Münchhausen, Leiterin des Referats für Kommunikation und Marketing und Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon 0511 762-5342 oder per E-Mail unter gern zur Verfügung.



