Zuwanderer sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Allein in München entfallen bis zu 100.000 Arbeitsplätze auf ausländische Unternehmen. Das ergab die Studie "Ethnische Ökonomien in München" im Auftrag des Amts für Wohnen und Migration des Münchner Sozialreferats. Österreicher, Italiener, Griechen, Asiaten und Personen aus Ex-Jugoslawien stellen die meisten ausländischen Selbstständigen in der bayerischen Landeshauptstadt und bilden einen Großteil der ethnischen Ökonomien (Selbstständige mit Migrationshinter-grund und ihre Beschäftigten). Ein Drittel der Einwohner Münchens weist einen Migrationshintergrund auf, ist nicht Deutscher oder nicht in Deutschland geboren. "Ethnische Ökonomien leisten nicht nur in Bezug auf die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund einen wertvollen Beitrag, mit ihrem wirtschaftlichen Potenzial beeinflussen sie auch die allgemeine Beschäftigungs- und Wirtschaftssituation der Stadt: Sie entlasten den Arbeitsmarkt und schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze", heißt es in der Studie, die Rambøll Management durchgeführt hat. Ethnische Ökonomien verkörpern ein enormes Beschäftigungspotenzial. Denn Ausländer in Bayern machen sich generell 3,6-mal häufiger selbstständig als Deutsche.
Münchens Migranten sind am häufigsten in der Gastronomie, im Handel und im Dienstleistungsgewerbe tätig. 54 % der Befragten nannten den Wunsch nach Unabhängigkeit und Selbstständigkeit als Grund für die Unternehmensgründung. Nur 3 % der Befragten waren davor arbeitslos. Der Schritt in die Selbstständigkeit stellt somit nur in Ausnahmefällen einen Ausweg aus der Arbeitslosigkeit dar.
Oberbürgermeister Christian Ude: "Die Studie dokumentiert sehr eindrucksvoll, dass Migrantinnen und Migranten einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor darstellen. München unterstützt sie auf vielfältige Weise im Vorfeld und am Beginn ihrer Selbstständigkeit. 64 % der Befragten, die die Beratungsangebote nutzen, würden sie laut der Studie weiterempfehlen. Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis."
Die Entwicklungspartnerschaft MigraNet (Netzwerk zur strukturellen Neuordnung der beruflichen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Bayern) will Migranten den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern und hat dazu ein regionales Beratungs- und Informationsnetzwerk aufgebaut. Die Studie wurde im Rahmen der Beschäftigungsinitiative EQUAL vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit sowie von den europäischen Sozialfonds gefördert. Dazu wurden 135 ausländische Unternehmer in München befragt und die Daten mit nationalen und internationalen Zahlen ergänzt.
Ethnische Ökonomien in München:
10 Kernaussagen der Studie:
1. Die vier Hauptgründe für den Schritt in die Selbstständigkeit: höherer Verdienst (66 %), Unabhängigkeit (54 %), Selbstverwirklichung(30 %), bessere Verwertung der eigenen Qualifikation (23 %).
2. Migranten machen sich bevorzugt in Berufen mit niedriger Eintrittsschwelle wie Schneider oder Gebäudereiniger selbstständig, die z. B. keine Meisterprüfung erfordern.
3. Sie agieren häufig in Branchen, aus denen sich Deutsche aufgrund mangelnder Attraktivität zurückgezogen haben (Lebensmittelläden, Schneiderei etc.).
4. Mit der Aufenthaltsdauer in Deutschland steigt die Bandbreite der Wirtschaftsbereiche, in denen ethnische Ökonomien tätig sind.
5. Aufgrund der geografischen Nähe sind Österreicher in München weit stärker vertreten als in anderen Regionen Deutschlands. In München stellen sie mit 21.411 Personen die fünftgröße Ausländergruppe und die größte Gruppe ausländischer Selbstständiger. Sie unterscheiden sich von anderen ethnischen Ökonomien stärker als von deutschen Unternehmern.
6. Italiener, die in Deutschland die größte Gruppe Selbstständiger stellen, rangieren in München auf Rang zwei. 52 % sind im Gastronomiebereich tätig.
7. Griechen, die drittgrößte Gruppe ausländischer Selbstständiger, gründen nach den Polen am zweithäufigsten Unternehmen. Auffällig ihre hohe Fluktuation: auf 100 Gründungen kommen 95 Schließungen.
8. Türken, mit 43.309 Personen die zweitgrößte Ausländergruppe in München, weisen eine niedrige Quote an ausländischen Selbstständigen auf (sechstgrößte Gruppe.
9. Die Polen (mit 12.088 Personen die siebtgrößte Ausländergruppe und siebtgrößte Gruppe ausländischer Selbstständiger) weisen eine zehnmal höhere Gründungsquote auf als die Deutschen. Die EU-Osterweiterung und die Neuordnung des Handwerkerrechts beschleunigten die Zunahme polnischer Betriebe. 40,5 % der ausländischen Münchner Handwerksbetriebe sind derzeit unter polnischer Leitung.
10. Über drei Viertel (78%) der Befragten beschäftigen Mitarbeiter.
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