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Wirtschaft unter Druck: Ländliche Räume besonders betroffen

18.02.202609:20 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Wirtschaft unter Druck: Ländliche Räume besonders betroffen

(openPR) Braunschweig (18. Februar 2026). Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland verläuft derzeit nur schleppend. Nach zwei Jahren der Rezession wuchs die Wirtschaft 2025 lediglich um magere 0,2 Prozent. Das zeigen aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes. Besonders betroffen ist die Industrie. Gründe sind etwa der technologische Wandel, Veränderungen auf den Weltmärkten und hohe Energiepreise. Die Branche steht unter einem erheblichen Transformationsdruck und baut Arbeitsplätze ab.

Aktuelle Auswertungen des Thünen-Instituts für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen zeigen nun: Zu 80 Prozent erfolgt der Stellenabbau des verarbeitenden Gewerbes in den ländlichen Räumen. Bundesweit ist die Zahl der Beschäftigten in diesem Wirtschaftssektor zwischen März 2022 und März 2025 um knapp 156.000 Personen gesunken. 125.000 dieser Stellen wurden von Unternehmen in ländlichen Räumen abgebaut. Gleichzeitig steigt die Arbeitslosigkeit beinahe flächendeckend und Unternehmensgründungen bleiben auf niedrigem Niveau.

Die starke Betroffenheit ländlicher Räume hat zwei Gründe: Zum einen arbeiten dort mehr als ein Viertel aller Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe. In den Ballungsräumen sind hingegen weniger als 14 Prozent in diesem Wirtschaftsbereich beschäftigt. Die Ballungsräume sind vor allem auf Dienstleistungen spezialisiert, die im Gegensatz zum verarbeitenden Gewerbe deutschlandweit weiterhin an Beschäftigung zulegen. Zum anderen ist der prozentuale Beschäftigungsrückgang im verarbeitenden Gewerbe in den ländlichen Räumen noch etwas ausgeprägter als in den Ballungsräumen: So wurden zwischen März 2024 und März 2025 in den Branchenbereichen Metall-, Elektro- und Stahlindustrie sowie Herstellung von sonstigen Vorleistungsgütern (insbesondere chemische Erzeugnisse u. Kunststoffwaren) in den ländlichen Räumen jeweils mehr als 2,6 Prozent der Stellen abgebaut. In den urbanen Räumen lag der prozentuale Rückgang bei rund zwei Prozent. Die Analyse macht deutlich: Vielen ländlichen Regionen droht der Verlust ihrer wirtschaftlichen Substanz, wenn dem verarbeitenden Gewerbe keine wirtschaftliche Erneuerung gelingt. Auch wirtschaftspolitische Reformen sollten einen Anreiz zu höheren Investitionen als bisher geben.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Thünen-Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen
Dr. Petrik Runst

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