(openPR) Das weltweit führende Gremium zur Weiterentwicklung des Internets steht jetzt unter der Leitung eines Experten aus Ostfriesland: Prof. Dr. Dirk Kutscher vom Fachbereich Technik der Hochschule Emden/Leer hat den Vorsitz („Chair“) der Internet Research Task Force (IRTF) übernommen. Damit ist er der erst zweite Amtsinhaber aus Deutschland in der Geschichte des Gremiums.
Die IRTF befasst sich mit längerfristigen Forschungsfragen rund um die Weiterentwicklung des Internets. Sie arbeitet an Konzepten und belastbaren Ergebnissen zu Internet-Protokollen, Anwendungen, Architektur und Technologie – mit dem Ziel, Erkenntnisse bereitzustellen, die später in der Praxis aufgegriffen werden können. Organisiert ist das Gremium in 16 Forschungsgruppen unter der Leitung von Prof. Kutscher, die sich mit zentralen Zukunftsthemen befassen. Beispiele dafür sind etwa die Bereiche Internet-Sicherheit, Internet der Dinge (Industrie 4.0) oder auch die Kommunikation im Weltall. „Ich freue mich sehr darüber, mit dieser international hoch angesehenen Position betraut worden zu sein“, so Kutscher, der an der Hochschule in der Abteilung Elektrotechnik und Informatik als Professor für Rechnernetze lehrt und forscht.
Im Rahmen seiner Funktion als Vorsitzender ist Prof. Dr. Dirk Kutscher auch Mitglied des Internet Architecture Board (IAB), das strategisch über die Weiterentwicklung des Internets entscheidet. Zu seinem Aufgabenprofil gehört zudem die Mitwirkung an Fragen der Internet-Governance, einschließlich der Teilnahme am Internet Governance Forum (IGF) der Vereinten Nationen. Das IGF ist eine globale Plattform, auf der Regierungen, Wirtschaft, Zivilgesellschaft sowie die technische und wissenschaftliche Gemeinschaft öffentlich-politische Fragen rund um das Internet diskutieren.
Mit dem IRTF-Vorsitz Kutschers sind sich auch wichtige Chancen für die Hochschule Emden/Leer und die Region verbunden. „Damit sind wir in einem weltweit relevanten Internet-Forschungskontext dauerhaft sichtbar vertreten und haben zudem frühzeitig Zugang zu Themen, die die nächste Generation von Internet-Technologien prägen – mit unmittelbarer Anschlussfähig-keit für anwendungsorientierte Forschung und Kooperationen“, so der Professor. Ebenso würden Studierende und Mitarbeitende von internationalen Netzwerken, aktuellen Forschungsthemen und einem Umfeld, das Forschungsergebnisse praxisnah diskutiert und weiterträgt, profitieren.
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